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Merken   Drucken   17.03.2011, 08:34 Schriftgröße: AAA

Portfolio: Anleger gleichen Aktien-Verluste mit Gold aus

In Krisenzeiten ist das Edelmetall ein beliebtes Anlagemittel. Angesichts der Katastrophe in Japan wäre ein steigender Kurs zu erwarten. Doch Profis verkaufen Gold, um Verluste bei Aktien auszugleichen.
© Bild: 2010 reuters
In Krisenzeiten ist das Edelmetall ein beliebtes Anlagemittel. Angesichts der Katastrophe in Japan wäre ein steigender Kurs zu erwarten. Doch Profis verkaufen Gold, um Verluste bei Aktien auszugleichen. von Antonie Klotz
Gold gilt als klassische Krisenwährung. Doch gerade jetzt, wo sich Katastrophen und Krisen ballen, korrigiert der Preis. Die Erklärung dafür liefert Gabor Vogel, Edelmetallspezialist der DZ Bank: "Aufgrund der Tragödie in Japan trennen sich viele Investoren von risikoreichen Investments wie Aktien.
Kursinformationen und Charts
  Gold 1572,2 USD  [15.73 +1,01%
Die positive Goldpreisentwicklung der vergangenen Jahre wird jetzt genutzt, um mit diesen Gewinnen die Verluste in anderen Asset-Klassen auszugleichen." Vogel sieht hier Parallelen zur Lehman-Pleite. Auch damals kamen andere Anlageklassen unter Druck, weil die Investoren Liquidität benötigten.
Da Gold zu den hochliquiden Anlagen zählt und sich obendrein gut entwickelt hat, ist es erste Wahl bei den Profis. Vogel rät Anlegern, sich nicht verunsichern zu lassen: Bis Jahresende rechnet er mit einem Preis von 1750 Dollar je Unze (31,1 Gramm).
Gründe, warum die Anleger weiter Gold kaufen, gibt es viele. Sowohl die Unruhen in Nordafrika und Nahost als auch die Katastrophe in Japan dürften Investoren schnell wieder in die Krisenwährung Gold  treiben, wenn die Verlustpositionen ausgeglichen sind.
Hinzu kommen die Angst um die Stabilität des Weltfinanzsystems sowie die anhaltenden Inflationssorgen. Hugo Hagen, Edelmetallspezialist und Berater beim Münchner Goldhändler Pro Aurum, meint: "Wir sehen eine reale Inflationsrate zwischen acht und zehn Prozent für eine breite Schicht der Bevölkerung, weshalb die Nachfrage nach Gold hoch bleiben wird."
Zertifikate und Hebelpapiere auf den Goldpreis   Zertifikate und Hebelpapiere auf den Goldpreis
Aus charttechnischer Sicht ist für Investoren kurzfristig Vorsicht angebracht. Die Indikatoren deuten auf weitere Rückschläge hin, bis in den Bereich von 1360 Dollar. Dort trifft der Goldpreis auf eine starke Unterstützung. Vor allem für Käufer von hochspekulativen Hebelpapieren wie Knock-outs oder Optionsscheinen dürfte es lohnen, noch abzuwarten und die Lage in den kommenden Tagen und Wochen zu beobachten.
Denn Knock-outs verfallen wertlos, wenn die K.-o.-Schwelle touchiert wird. Optionsscheine "leben" hingegen weiter, sollte der Basispreis während der Laufzeit einmal unterschritten werden. Am Laufzeitende muss der Goldpreis jedoch auch beim Call über dem Basispreis von 1300 Dollar liegen, damit der Anleger eine Rückzahlung erhält.
Weniger riskant sind hingegen die neuen Capped-Bonuszertifikate von BNP Paribas.
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09:46:23 Kursinformationen und Charts
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  • FTD.de, 17.03.2011
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