Ähnlich sieht es bei dem Portable-Alpha-Zertifikat der Schweizer Bank UBS aus, das knapp drei Jahre nach der Auflegung Ende 2006 schon mit rund 40 Prozent im Plus lag, im Anschluss aber sämtliche Gewinne wieder abgab. Hier setzen Investoren auf die relative Performance des Starplus-Starpoint-Fonds gegenüber dem MSCI Index. Zu berücksichtigen ist bei diesen Produkten, dass der MSCI World als Benchmarkindex in US-Dollar notiert und zum direkten Vergleich noch in Euro umgerechnet werden muss. Dadurch nimmt die Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses auch Einfluss auf die Performance der Zertifikate.
Schwer enttäuscht haben bislang die als Alpha-Generator bezeichneten, mit speziellen Sektorstrategien für mehrere Regionen aufgelegten Zertifikate der Schweizer Bank Vontobel, die allesamt im Minus liegen. Und auch der hochgepriesene Managementansatz des Lingohr-Systematic-Fonds hat sich in den vergangenen knapp fünf Jahren nicht so bewährt, dass Anleger mit den von der Landesbank Berlin aufgelegten Alpha-Zertifikaten nachhaltige Erfolge hätten feiern können.
Die Bilanz zeigt, was in der Vergangenheit an der Börse immer wieder zu beobachten war: Eine Strategie, die dauerhaft eine bessere Performance abliefert als der Gesamtmarkt, scheint es nicht zu geben. Weder intelligente Ansätze und Berechnungsmodelle noch die langjährige Erfahrung von Fondsmanagern können verhindern, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen sich die Märkte anders verhalten als prognostiziert. Deshalb lässt sich auch eine nachhaltige Outperformance ohne größere Schwankungen über einen längeren Zeitraum nur sehr schwer erzielen.
Vor diesem Hintergrund muss auch die Entwicklung der Ende 2005 von ABN Amro (heute RBS) ins Leben gerufenen Alpha-Indizes betrachtet werden. Immerhin hat das für die Region Japan aufgelegte Zertifikat die Erwartungen bislang voll erfüllt. Das Alpha-Index-Japan-Zertifikat ist seit Auflegung um gut 70 Prozent gestiegen. Zum Teil ist dieses Kursplus zwar auch auf den starken Yen zurückzuführen. Aber auch der Ansatz hat sich hier bewährt. Bei den Alpha-Indizes wird immer nur rund um Feiertage und das Monatsende am Aktienmarkt investiert, weil sich in diesen Zeiträumen historisch betrachtet die beste Performance erzielen lässt. Den Rest des Jahres (etwa 70 Prozent des Anlagezeitraums) wird das Geld fest verzinst angelegt. Die entsprechenden Zertifikate spiegeln die relative Performance dieser Indizes gegenüber dem ganzjährig investierten Index wider.
Beim DAX hat das lange Zeit ebenfalls gut funktioniert, bis es dann im vergangenen Sommer steil bergab ging. Auch hier hat sich der Markt also mal wieder "untypisch" verhalten und damit viele der zuvor erzielten Gewinne vernichtet.