Silber hängt Gold ab. Mit Bonuspapieren können Anleger auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends setzen. Allerdings sollte man an eine beginnende Erholung der Weltwirtschaft glauben. von Christian Scheid
Seit Ausbruch der Finanzkrise steht Gold als "sicherer Hafen" in der Anlegergunst weit oben. Derzeit notiert der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) mit rund 900 $ nur rund 12,5 Prozent unter dem Rekordstand von Anfang 2008. In Euro gerechnet beträgt der Abstand zum Rekord nicht einmal vier Prozent. Silber kann da bei Weitem nicht mithalten. Gegenüber dem Spitzenwert von mehr als 21 $ je Feinunze hat der "kleine Bruder" aktuell fast 40 Prozent an Wert eingebüßt.
In den vergangenen Wochen hat sich dieser Trend jedoch umgekehrt. Seit Jahresbeginn steht beim Silber ein Plus von fast 15 Prozent zu Buche, während Gold mit einem Zuwachs von zwei Prozent klar hinterherhinkt. Fast hat es den Anschein, als würden die Investoren allmählich auch das deutlich billigere Metall als Krisenwährung entdecken. Das stimmt jedoch nur zum Teil. Die Nachfrage nach Silbermünzen ist in jüngster Zeit zwar regelrecht explodiert. Es ist aber vor allem die Hoffnung auf eine Konjunkturwende, welche die Notiz aktuell antreibt. Denn in der Industrie ist Silber wegen seiner hervorragenden Leitfähigkeit von Wärme und Elektrizität begehrt.
Kurse indexiert: Gold vs. Silber
Auf eine Fortsetzung des Silberaufwärtstrends lässt sich mit Bonuszertifikaten setzen. Weil nicht absehbar ist, wie lange die momentane Dollar-Stärke noch anhält, sollten Anleger zu einem währungsgesicherten Papier (Quanto) greifen. Zur Ermittlung des Rückzahlungsbetrags wird hier der Silberpreis eins zu eins von Dollar in Euro umgerechnet. Als Sicherheitsbarriere bietet sich ein Niveau um das letzte signifikante Tief bei 8,50 $ vom Herbst 2008 an. Ein Bonuspapier der Dresdner Bank (ISIN DE000DR2B142) mit ebendieser Barriere (Puffer 34,4 Prozent) ermöglicht am Laufzeitende im Dezember 2009 einen Bonus von 20 Euro. Das bedeutet eine Rendite von 22,4 Prozent oder 26,0 Prozent pro Jahr. Sollte der Silberpreis über das Bonusniveau hinaus steigen, partizipieren Anleger voll an Gewinnen.
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