Leitwölfe führen ein Rudel an und geben die Marschrichtung vor. In der Rangordnung sind sie das erste Tier, das Alphatier der Gruppe.
Nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktionieren sogenannte Alphazertifikate. Wer auf diese Papiere setzt, geht eine Wette ein, bei der zwei Basiswerte gegeneinander antreten. Einer davon trägt die Favoritenrolle. Erringt der favorisierte Wert innerhalb eines festgelegten Zeitraums den Sieg, gewinnt auch der Anleger. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kurse der Basiswerte steigen oder fallen. Entscheidend ist, ob der favorisierte Wert besser abschneidet als sein Konkurrent. Das heißt: Ausschlaggebend ist in diesem Duell nicht die absolute, sondern die relative Performance. Hinter dem Ganzen verbirgt sich eine sogenannte marktneutrale Strategie, die immer dann Erfolg verspricht, wenn die Marktentwicklung richtungslos verläuft.
Angenommen, ein Anleger erwirbt ein Alphazertifikat, bei dem zwei Indizes, Index A und Index B, gegeneinander antreten. Mit dem Papier favorisiert der Anleger Index A. Steigt innerhalb des Vergleichszeitraums Index A um 20 Prozent, Index B aber nur um fünf Prozent, erhalten Anleger die Differenz von 15 Prozentpunkten als Ertrag ausgezahlt. Gewinne sind aber auch in fallenden Märkten möglich. Verliert Index B 20 Prozent an Wert, Index A aber nur fünf Prozent, erzielt der Anleger ebenfalls 15 Prozent Ertrag. Bei klassischen Alphazertifikaten entspricht die Differenz der Wertentwicklung von zwei Basiswerten dem Ertrag - vorausgesetzt, die Wette geht auf. Schneidet der favorisierte Wert im direkten Vergleich schlechter ab als der Vergleichstitel, verliert das Zertifikat an Wert.