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  FTD-Serie: Derivate - für jede Marktlage präpariert

Egal ob steigende oder fallende Kurse, egal ob heiße Spekulation oder garantierte Rückzahlung: Die Derivatebranche ist für jede Marktlage und jeden Anlegertyp gut präpariert. Die FTD-Reihe zeigt die neuesten Trends rund um Zertifikate, Optionsscheine und Aktienanleihen.

Merken   Drucken   25.04.2007, 21:00 Schriftgröße: AAA

Derivate: Der richtige Mix fürs Alter  

Derivative Finanzprodukte spielen als Vorsorgebausteine eine immer größere Rolle. Anleger sollten Depots für die Altersvorsorge je nach aktueller Lebenslage aufbauen. Mit Zertifikaten ist das leicht möglich - sogar steueroptimiert. von Matthias Schmitt
Drei Lebenslagen - drei Anlagedepots   Drei Lebenslagen - drei Anlagedepots
Zertifikate eignen sich hervorragend für langfristige Anlagen. Viele Papiere sind als Open-End-Produkte konzipiert. Das bedeutet, dass die Laufzeit unbegrenzt ist. Dennoch stellen die Emittenten börsentäglich An- und Verkaufskurse, sodass Investoren jederzeit flexibel agieren können. Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Änderungen bei der Besteuerung privater Veräußerungsgewinne werden viele Zertifikate für Anleger interessant.
Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, seine Vermögensanlage langfristig auszurichten. Neben der persönlichen Risikoneigung spielt dabei vor allem ein Faktor eine wichtige Rolle: die persönliche Lebenslage.
Drei Beispieldepots Im Folgenden werden drei Depots, bestehend aus Zertifikaten, vorgestellt, die als Anregung für den Aufbau eines eigenen Depots dienen sollen. Das am spekulativsten ausgerichtete Portfolio ist zugeschnitten auf einen jungen Single, der sich außer um sich selbst um niemanden kümmern muss.
Das zweite Portfolio ist konservativer, aber immer noch wachstumsorientiert strukturiert. Es ist für Anleger gedacht, die für eine Familie zu sorgen haben. Beim dritten Depot steht der Werterhalt im Vordergrund. Es ist auf ältere Sparer zugeschnitten, die bald in den Ruhestand gehen oder bereits im Ruhestand sind.
Beim ersten, dem spekulativsten Portfolio, steht der Wertzuwachs im Vordergrund. Dennoch sollten auch hier konservative Bausteine nicht fehlen. Interessant ist unter diesem Aspekt ein Discountzertifikat auf den EuroStoxx 50 mit einer Laufzeit bis Ende 2012. Selbst wenn sich der Index in den kommenden fast sechs Jahren per saldo nur seitwärts entwickeln sollte, erzielen Investoren den Maximalgewinn von mehr als 50 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 7,4 Prozent. Die ist nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei. Verluste erleiden Investoren - bezogen auf das Laufzeitende - erst, wenn der Index um mehr als 38 Prozent fällt.
Outperformance-Chance Ein weiterer Grundbaustein ist ein Strategiezertifikat. Das Dax-Best-Season-Papier bildet von Anfang November bis Ende Juli - das sind statistisch gesehen die Monate mit in der Regel freundlicher Börsenstimmung - die Entwicklung des Dax nach. Im August, September und Oktober, den schlechtesten Börsenmonaten also, wird das Investment eingefroren. Langfristig ist eine Outperformance gegenüber dem Dax wahrscheinlich.
Pep erhält das Depot durch ein Outperformance-Zertifikat auf den EuroStoxx 50. Bei diesem Papier, das sich auf den Kursindex bezieht, werden die nicht vergüteten Dividenden in eine Outperformance-Chance umgewandelt. An Kurssteigerungen über die Marke von 3700 Punkten hinaus nimmt das Papier mit dem Faktor zwei teil. Klettert der EuroStoxx 50 bis Mitte 2010 beispielsweise um rund 19,5 Prozent auf 5000 Punkten, erhalten Anleger 63 Euro pro Zertifikat. Aktuell kostet das Papier 44,05 Euro.
Mit einem geringen Depotanteil sollten Anleger auch in aufstrebende Märkte investieren. Hier bietet sich ein Zertifikat auf den CeCe-Osteuropa-Index an. Dieser deckt Ungarn, Polen und Tschechien ab.
  • FTD.de, 25.04.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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