Durch die richtige Beimischung von Discountzertifikaten können Anleger ihr Portfolios optimieren
So übertrafen die Börsenumsätze bei den Rabattpapieren im Juli mit 30,37 Prozent erstmals seit langer Zeit wieder die aller anderen Gruppen von Anlagezertifikaten. Hauptgrund ist sicherlich die gestiegene Volatilität vieler Basiswerte, die für eine erhöhte Attraktivität von Discountzertifikaten sorgt.
Über den Volatilitätsaspekt hinaus bieten sich die relativ einfach gestrickten Derivate aber auch auf Grund ihrer langfristigen positiven Performance an. So hätte sich im Vergleich zu entsprechenden Direktinvestments in der Vergangenheit ein Umweg über Discountzertifikate in der Mehrzahl der Fälle durchaus gelohnt.
Dennoch wäre es wenig sinnvoll, sämtliche Aktienpositionen durch Discounter zu ersetzen. Entscheidend ist letztendlich nämlich nicht, wie sich die Papiere im Vergleich zu ihren Basiswerten entwickeln, sondern wie sie sich unter Chance-Risiko-Aspekten in das Gesamtkonzept eines breit diversifizierten Depots einfügen.
Um dies zu klären, ging das Institut für Vermögensaufbau in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt der Frage nach, wie sich eine strategische Beimischung von Discountzertifikaten mit unterschiedlichen Cap-Niveaus auf die Entwicklung von Portfolios auswirkt, die auf das Erreichen einer bestimmten Zielrendite hin strukturiert worden sind. Zu diesem Zweck wurden - ausgehend von aus der Vergangenheit abgeleiteten Renditeerwartungen - Basisportfolios für verschiedene Assetklassen zusammengestellt. Als Portfoliozielrenditen wurden Werte von vier, fünf und 6,5 Prozent gewählt.
Risikoreduzierung möglich
Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass insbesondere bei der angestrebten Zielrendite von 6,5 Prozent eine Beimischung (3,5 bis 5,4 Prozent) von At-The-Money-Discountern, also Papieren, bei denen der Basispreis dem aktuellen Wert des Unterlyings entspricht, eine Risikoreduzierung bewirkt. Bei einer Zielrendite von vier Prozent liegen beide Portfolios gleichauf, bei fünf Prozent schneidet das Discountportfolio unter Risikogesichtspunkten geringfügig besser ab.