Steckbrief Zweitmarktfonds Deutschland 2
Erträge: Je nach Beteiligungsart erzielen Anleger laut Prospekt jährliche Renditen zwischen 7,1 und 7,4 Prozent nach Steuern. Soll die Rechnung aufgehen, muss der Zweitmarktfonds seine Anteile im Jahr 2026 zum 14-fachen der dann erwarteten Jahresmiete verkaufen - bei der überdurchschnittlichen Qualität und Lage der geprüften Immobilien ein realistisches Szenario.
Finanzierung: Der Initiator geht von einem Gesamtvolumen zwischen 14,5 Mio. Euro und 145 Mio. Euro inklusive Agio bis Ende 2006 aus. Knapp 73 Prozent davon sollen Anleger übernehmen. Der restliche Teil wird über Bankdarlehen finanziert. Die Zinsen sind mit durchgehend 5,5 Prozent etwas optimistisch kalkuliert. Die weichen Kosten sind bezogen auf die Gesamtinvestition mit 12,2 Prozent inklusive Agio vertretbar, zumal der Fonds einen hohen laufenden Aufwand aus der Prüfung geeigneter Anteile hat.
Steuern: Über Verlustzuweisungen aus den einzelnen Fonds haben sich die jeweiligen Erstzeichner gefreut. Zeichner des Zweitmarktfonds profitieren von anderen Steuervorteilen: Sie müssen von ihren Einnahmen kaum etwas ans Finanzamt abgeben. Das steuerliche Ergebnis ist mit jährlich rund einem bis zwei Prozent niedriger als die Steuerbelastung typischer Neufonds.
Anbieter: H.F.S. ist ein Tochterunternehmen der HypoVereinsbank. Seit 1992 hat der Initiator bei mehr als 51.000 Anlegern ein Investitionsvolumen von rund 4,1 Mrd. Euro platziert. Von 20 bislang aufgelegten Immobilienfonds laufen 15 wie prospektiert oder besser.
Fazit: Eine rentable Alternative zu Einzelinvestments. Die Ausschüttungen liegen über dem Niveau neuer Angebote. Die Verteilung des Kapitals auf eine Vielzahl von Fonds schafft für die Investoren eine größere Sicherheit als bei Einzelobjekten. Anleger stellen ihr Kapital einem Blind-Pool zur Verfügung, verlassen sich mithin bei Auswahl und Prüfung der Objekte auf die Manager von H.F.S.