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  FTD-Serie: Vorsorgen für einen langen Lebensabend

Früher war der Ruhestand die kurze Zeit zwischen Arbeitsphase und Tod. Heute wird das Alter immer mehr zu einem langen Lebensabschnitt, von dem Menschen viel erwarten. Sie wollen etwas erleben und Versäumtes nachholen. Anders als vorhergehende Generationen werden die künftigen Ruheständler nicht mehr mit dem zufrieden sein, was die gesetzlichen Rentenkassen ausschütten. Wer im Alter nicht darben will, muss vorsorgen.

Merken   Drucken   10.01.2008, 10:00 Schriftgröße: AAA

Geldanlage 2008: Wie man Versorgungslücken schließt

Die staatlich geförderte Altersvorsorge ist begehrt wie nie: Zulagen und Steuervorteile machen die Riester-Verträge attraktiv. Aber sie haben auch einige Haken. von Anja Krüger
Erst wollte sie niemand haben, jetzt ist sie ein Bestseller: Die Riester-Rente hat sich in Deutschland zum Verkaufsschlager gemausert. In diesen Wochen bringen die Anbieter den zehnmillionsten Vertrag an den Mann oder die Frau.
Der Staat fördert den Aufbau der privaten Altersvorsorge seit 2002. Die damalige rot-grüne Bundesregierung hat die nach dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester benannte Rente eingeführt, um Abschmelzungen bei den gesetzlichen Renten auszugleichen.
Eine der folgenreichsten Kürzungen: Die Rentenkassen rechnen bei künftigen Senioren weniger Ausbildungszeiten an. Bei den meisten Besserverdienenden wird sich das bemerkbar machen. Denn viele von ihnen haben studiert, sie werden deshalb große weiße Flecken in ihrer Rentenbiografie haben.
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Elemente der Riester-Rente
Wer für sein Alter sparen will, sollte dabei auf die Fördermittel des Staates zurückgreifen, ist der Renten- und Versicherungsberater Andreas Rebhan vom Bundesverband Deutscher Rechtsbeistände überzeugt. "Das sind Geschenke, die man mitnehmen sollte."
Bei der Riester-Rente fördert der Staat den Ausbau der Zusatzrente über Zulagen und Steuervorteile. "Riester-Verträge rechnen sich für jeden, auch für Gutverdienende", betont der Experte. Zwar wird die Riester-Rente bei den meisten Bundesbürgern nicht ausreichen, um die Einkommenslücke im Alter zu schließen. "Aber sie ist ein Schritt, um dem Ziel näherzukommen."
Die Zulagen des Staates betragen zurzeit für Erwachsene 114 Euro und für Kinder 138 Euro pro Kind. Ab dem kommenden Jahr erhalten Erwachsene jährlich 154 Euro, für Söhne und Töchter gibt es jeweils 185 Euro. Für Kinder, die ab 2008 geboren werden, bekommen die Eltern sogar 300 Euro.
Zulagen und Steuervorteile für die Altersvorsorge
Teilauszahlung Riester-Rentner können zu Beginn der Auszahlungsphase 30 Prozent des Kapitals auf einen Schlag erhalten.
Todesfall Die Rürup-Rente funktioniert wie die gesetzliche Rentenversicherung. Stirbt der Kunde, ist das angesammelte Geld weg. Das Kapital muss zudem für die Rentenzahlung verwendet werden.
Zulagen und Steuervorteile für jeden
Die Zulagen gibt es nicht bar. Sie fließen an den Anbieter, der den Vertrag führt, und das auch nur, wenn sie vom Kunden beantragt werden. Über diese Förderung hinaus können Riester-Sparer die Beiträge steuerlich geltend machen, und zwar bis zu 1575 Euro in diesem und 2100 Euro ab dem kommenden Jahr.
Zulagen und Steuervorteil erhält jeder, der selbst oder dessen Ehepartner ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen hat. Voraussetzung für die Förderung ist, dass Kunden ab 2008 vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Einkommens in den Vertrag stecken. Mehr sollte es allerdings auch nicht sein, empfiehlt Berater Rebhan. Denn das würde sich nicht rentieren.
Riester-Verträge gibt es als konventionelle oder fondsgebundene Versicherungen, als Banksparpläne oder Investmentfonds-Vertrag. Der Kunde erhält bei klassischen Varianten eine Mindestverzinsung. Das ist bei den fondsgebundenen Varianten nicht der Fall. Dafür sind hier die Renditechancen höher. Bei allen Verträgen muss der Anbieter dem Kunden garantieren, dass mindestens die gezahlten Beiträge erhalten bleiben.

Teil 2: Der Lebensabend im Ausland

  • FTD.de, 10.01.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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