Zudem verspüren Opportunity- und Private-Equity-Fonds weiterhin einen hohen Anlagedruck. Vor allem amerikanische, australische und britische Pensionskassen, Versicherungen und Universitätsstiftungen haben Milliardenbeträge an die Trusts überwiesen, die diese nun an den internationalen Immobilienmärkten anlegen wollen.
Höhere Renditen erwartet
In den vergangenen Jahren standen in Deutschland Wohnungsportfolios, in London und Paris Bürotürme ganz vorn auf der Shoppingliste. Jetzt setzen die opportunistischen Investoren verstärkt auf Hotels, wo sie noch Steigerungspotenzial bei den Renditen vermuten. "Opportunistisch orientierte Private-Equity-Fonds haben 2005 Hotelinvestments im Umfang von 6,6 Mrd. Euro getätigt", hat Härle errechnet. Im Jahr zuvor waren es nur 2,7 Mrd. Euro.
Dabei kommt den Investoren zugute, dass vor allem börsennotierte Hotelketten unter Verkaufsdruck stehen. "Analysten und Aktionäre fordern, dass die Betreiber ihre Immobilien in Sale-and-Leaseback-Transaktionen abstoßen und zurückmieten, um ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen und ihr Kerngeschäft im Hotelmanagement zu stärken", sagt Härle.
Das spiegelt auch das Transaktionsgeschäft im vergangenen Jahr wider: Bei 20 der insgesamt 35 Portfoliotransaktionen, die 2005 von JLL in Europa registriert wurden, standen Ketten wie Intercontinental Hotels und Hilton auf der Verkäuferseite. In den übrigen Fällen überwogen Transaktionen unter Investmentgesellschaften.
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