Mall of America in Minnesota: Auch US-Shoppingcenter spüren nun die negativen Folgen der Hypothekenkrise
"Die Entwicklung gibt jenen Initiatoren geschlossener US-Immobilienfonds recht, die massiv Objekte mit hohem Gewinn abgestoßen haben", sagt der Fondsanalyst Stefan Loipfinger. Gesellschaften wie Jamestown, US-Treuhand und Blue Capital hatten in den vergangenen Jahren US-Immobilien im Wert von mehr als 7 Mrd. $ zu Preisen verkauft, die deutlich über den Einstandskursen lagen.
Schlechter sieht es auch für US-Shoppingcenter aus, an denen einige deutsche Fonds beteiligt sind. Die Leerstandsrate in den US-Konsumtempeln wird im Landesschnitt bis Ende des Jahres um 4,2 Prozent auf 7,4 Prozent steigen, prognostiziert Ross Moore, Chefanalyst beim Immobiliendienstleister Colliers International. Dennoch haben Investoren mit dem Bau zahlreicher neuer Shoppingcenter begonnen, die nach Colliers-Berechnungen allerdings nur zu drei Vierteln vermietet werden können. Private Equity Fonds, die in solchen Einzelhandelsimmobilien investiert sind, müssten deshalb mit weiter rückläufigen Renditen rechnen. Konnten sie 2004 noch Erträge aus Wertsteigerungen und Mieteinnahmen von durchschnittlich 23 Prozent erzielen, waren es 2006 lediglich 13,4 Prozent. Im ersten Quartal 2007 lag der Durchschnittsertrag bei 3,1 Prozent.