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  FTD-Serie: Investmentfonds

Die globalen Finanzmärkte erleben eine Zäsur. In den vergangenen Jahren spielte es keine Rolle, wo man investierte – Hauptsache die Börsen stiegen. Heute ist die Euphorie aber dahin. Auf den Anlagemix kommt es mittlerweile an. Wir illustrieren Anlageprodukte und stellen Mixturen vor.

Merken   Drucken   11.09.2006, 07:00 Schriftgröße: AAA

Investmentfonds: Scharfsinn gegen Chipleistung  

Das Angebot an Investmentfonds wird immer heterogener. Bei manchen Produkten kauft bereits ein Computerprogramm die Aktien. Wer dies zu schematisch findet, kann über Alpha-Fonds versierte Manager anheuern. von Martin Diekmann
Anleger verlieren den Überblick: Mehr als 6000 Investmentfonds sind mittlerweile in Deutschland zugelassen, täglich werden es mehr. Allerdings sind neue Fonds nicht automatisch gut. Zudem schlagen je nach Anlageregion nur 10 bis 20 Prozent der Fondsmanager dauerhaft ihren Vergleichsindex und erfüllen damit die Aufgabe, für die die Anleger sie eigentlich bezahlen.
Nur an exotischen Märkten wie den Schwellenländern gelingt es Managern häufiger, ihre Indizes hinter sich zu lassen. Der Grund dafür liegt im Informationsvorsprung, den sich die Geldverwalter in den weniger etablierten Märkten gegenüber der Konkurrenz erarbeiten.
Die etablierten Märkte in den USA, Japan und Europa werden dagegen von so vielen Analysten und Investmentprofis beobachtet, dass kursrelevante Neuigkeiten sofort allen bekannt sind.
Passiver Investment
Anleger, die an den etablierten Märkten investieren wollen, könnten deshalb von vornherein zu einem so genannten passiven Investment wie einem Exchange-Traded Fund (ETF) greifen. Dieser wird nicht aktiv durch einen Fondsmanager verwaltet, sondern bildet einen Index oder zugrundeliegenden Korb von Aktien, Rentenpapieren oder Rohstoffen ab. Damit kann der Anleger sicher sein, die Performance des zugrundeliegenden Index zu erzielen - aber natürlich auch nicht mehr. Dafür ist er aber konkurrenzlos günstig. "Denn statt eines Agios wie bei herkömmlichen Fonds fällt nur der so genannte Spread, die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs der Papiere, an", sagt Götz Kirchhoff, Vorstand des größten deutschen ETF-Anbieters Indexchange.
Dieser Spread bewegt sich je nach Anlagegebiet zwischen 0,05 und 0,7 Prozent. Faustregel: Je gängiger der Index, desto geringer die Kosten. "Auch die jährlichen Gebühren fallen geringer aus als bei vergleichbaren aktiven Fonds", sagt Kirchhoff. Beim Dax liegen sie bei etwa 0,15 Prozent, bei einem ETF auf Osteuropa beträgt die Gebühr etwa 0,5 Prozent.

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