Volatil aber liquideREITs stehen derweil in Deutschland in der öffentlichen Diskussion, was ihnen einen Aufmerksamkeitsschub beschert. In Berlin diskutieren Politiker, ob die börsennotierten Immobiliengesellschaften auch in Deutschland zugelassen werden sollen. Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob die Branche besonders strenge Vorgaben des Gesetzgebers braucht.
So verlangen einige Parlamentarier zum Beispiel so genannte Haltefristen für REITs. Diese würden Unternehmen daran hindern, große Teile ihres Immobilienportfolios innerhalb kurzer Zeit zu verkaufen. Außerdem sorgen sich Abgeordnete um Steuerausfälle und um negative Folgen für Mieter. Es ist unklar, ob sich die REITs-Befürworter oder die Bedenkenträger durchsetzen werden.
Für Anleger bieten REIT-Fonds im Vergleich zu offenen Immobilienfonds einen entscheidenden Vorteil. Sie sind jederzeit liquide, wenn Anleger ihr Geld aus dem Fonds abziehen wollen - schließlich können sie kurzfristig über die Börse Aktien verkaufen. Bei offenen Immobilienfonds ist das nicht möglich, weil sie selbst Gebäude besitzen, die sie nicht innerhalb kurzer Zeit abstoßen können.
Die Preisfindung ist bei REIT-Fonds besonders einfach: Sie richtet sich nach dem Kurs der Aktien an der Börse. Die Kehrseite: Immobilienaktienfonds unterliegen kurzfristig größeren Wertschwankungen als offene Immobilienfonds. Ursache ist die hohe Volatilität der Aktienkurse.