Ein langsameres Wirtschaftswachstum sowie ein unsicherer Ausblick für die Finanzmärkte hätten das Risiko in dem Sektor steigen lassen und das Aufwärtspotenzial begrenzt, schreibt Analyst Stuart Graham in einer aktuellen Studie. Graham nahm seine Gewinnprognosen für die Branche für 2002 um neun und für 2003 und elf Prozent zurück. "Wir glauben, dass wir eine damit eine vorsichtige Haltung eingenommen haben, weitere Abstufungen können wir aber nicht ausschließen", so der Analyst.
Zu seinen favorisierten Banken in Europa zählten weiterhin die "qualitativ guten und defensiven Wachstumswerte" UBS, Royal Bank of Scotland und Unicredito. Im "Overweight"-Portfolio wird Barclays durch Bank of Irland ersetzt. Deutsche und italienische Banken kommen in der Beurteilung aufgrund der schwachen Wirtschaft weniger gut weg: "Deutschland und Italien sind die Märkte, wo die konjunkturellen Aussichten am wenigsten günstig sind", schreibt Graham.
In einem schwächeren Marktumfeld notierte der Stoxx-Branchenindex am Dienstagnachmittag nahezu unverändert. Während Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Commerzbank Verluste verbuchten, legten Unicredito, Bank of Irland und Barclays zu.