Unerfahrene Initiatoren von Private-Equity-Fonds kämen oft nicht an gute Zielfonds heran. Die geschlossenen Beteiligungsmodelle seien vielfach Dachfonds, die sich an einer Reihe von Zielfonds beteiligen, etwa von Blackstone oder KKR. "Den Neulingen bleibt oft nur das Investment in Zielfonds zweiter und dritter Garnitur - zum Schaden des Anlegers", sagt Möller.
Trotz der hohen Risiken wollen viele Privatanleger mit Private-Equity-Fonds ihr Portfolio aufpeppen. Gegenwärtig befinden sich Scope zufolge in Deutschland etwa 40 solcher Beteiligungsmodelle im Vertrieb. Im Jahr 2006 hat sich das platzierte Eigenkapital von Private-Equity-Fonds um knapp 93 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro erhöht - und ist damit auf den dritten Platz hinter Immobilien- und Schifffonds vorgerückt. Für dieses Jahr rechnet Scope mit einem weiteren Anstieg um 50 Prozent. Die Zahl der Emissionshäuser, die Private-Equity-Modelle anbieten, habe seit Ende 2006 bereits um mehr als die Hälfte zugenommen. "Jeder Initiator möchte mitverdienen, solange die Story noch läuft", sagt Möller.
Anlegern rät Möller nicht nur, auf erfahrene Initiatoren zu setzen: "Wichtig ist auch eine hohe Investitionsquote in der Zeichnungsphase, damit der Fonds von Beginn an Geld verdient." Große Unterschiede gebe es auch bei der Aufteilung der erwirtschafteten Rendite zwischen Initiator und Anlegern.