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Noch vor einem Jahr wäre ein Überbrückungskredit für die Gebab-Schiffe keine große Sache gewesen, schätzt der Schifffahrtsfachjournalist Jürgen Dobert. Die Banken hätten die Finanzierung problemlos gewährt, weil Schiffe ohne Restschuld kaum mehr ein Risiko darstellen. "Aber heute halten die Banken ihr Geld so lange zurück, wie es nur geht, um die eigenen Ressourcen zu schonen", sagt Dobert.
"Die Schiffe, die noch kein so großes Problem haben, werden sich selbst überlassen." Denn auf der anderen Seite gibt es noch eine ganze Reihe hoch verschuldeter Schiffe, bei denen die Banken jetzt oder künftig einspringen müssen, um nicht selbst Millionenbeträge abschreiben zu müssen.
Für Jens Brandis, Chef des Fondshauses Hamburg, führt das zu der "völlig absurden" Situation, dass hoch verschuldete Schiffe Vorrang bei den Banken haben. "Das geht jetzt zulasten der Anleger", sagt Brandis. Er feilt zurzeit selbst an Sanierungsalternativen für acht Fonds, deren Schiffe unterschiedlich entschuldet und beschäftigungslos sind oder auf dem Schiffsbetriebskostenniveau fahren. Noch ist er zuversichtlich: "Zwei von vier finanzierenden Banken haben schon zugesagt zu helfen."