34 Prozent der Befragten meinen, ihre Kenntnis von Festgeld, Aktien und Aktienfonds sei gut genug, um Vor- und Nachteile dieser Anlageform zu erklären. Nach einem Wissenstest kommt aber heraus, dass 73 Prozent sich recht gut auskennen. Vor allem bei Aktien übertrifft das tatsächliche Know-how die Selbsteinschätzung.
Die Umfrage, an der 1500 Personen zwischen 18 und 60 Jahren teilnahmen, signalisiert einen Bewusstseinswandel. Bisher haben ähnliche Studien - zum Beispiel von der Commerzbank vor drei Jahren - meist gezeigt, dass die Deutschen nichts von Geld verstehen und viele Grundbegriffe aus der Anlagewelt nicht einordnen können. Die meisten Privatleute beschäftigten sich demnach kaum mit dem Thema Geldanlage oder Börse und haben auch relativ wenig in Aktien investiert: Nach Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) besitzen rund 16 Prozent der Deutschen direkt Aktien oder Aktienfonds, was im internationalen Vergleich recht wenig ist. In Frankreich, Großbritannien, Japan, den USA und besonders in Schweden ist der Anteil um ein Vielfaches höher.
Eigene Altersvorsorge erhöht Interesse an Aktien
Die Cominvest-Studie legt nahe, dass die verstärkte Beschäftigung mit der Altersvorsorge den Wissensstand verbessert hat. 74 Prozent der Befragten sind sich im Klaren, dass sie mehr Eigenverantwortung bei der finanziellen Absicherung im Alter übernehmen müssen. Auch die staatliche Förderung der privaten Vorsorge könnte eine Rolle spielen. "Über das Thema Riester-Rente ist auch das ganze Thema Aktien in das Bewusstsein der Anleger eingezogen", sagte Sebastian Klein, Sprecher der Cominvest-Geschäftsführung. Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales haben damit insgesamt 9,7 Millionen Verbraucher einen Riester-Vertrag.