Vermögensverwaltung wird nicht nur für hohe Summen angeboten - Großbanken bieten meist auch eine standardisierte Vermögensverwaltung auf Fondsbasis. Die Mindesteinlage liegt in der Regel bei 10.000 oder 15.000 Euro. Fondsconsult Research hat die Angebote untersucht. von Andreas Preissner
Dabei stellte das Analysehaus zum Teil ganz ordentliche Wertentwicklungen fest, aber auch hohe Gebühren. Die Banken verlangen meist jährlich zwei Prozent Verwaltungsgebühr - in zwei Fällen zuzüglich Einstiegs- (Deka) oder Transaktionsentgelten (Dresdner Bank). Gebühren für das Management der Fonds und Bestandsprovisionen fallen auch an. Deshalb kritisiert die Studie die Gebührenlast als zu hoch.
Ausgewählte Fondsvermögensverwaltungen deutscher Großbanken
Bei konservativer Anlagestrategie lieferte bis September 2007 die Deka das beste Ergebnis, ansonsten führte die Commerzbank. Vielfach konnte der breite Markt nicht geschlagen werden. Für den Anleger bleibt der Vorteil der breiten Streuung. Die Wertentwicklung schwankte deutlich weniger als bei vielen Dachfonds, die dafür eine bessere Performance zeigten.
Außer auf die Kosten müssen Anleger auch darauf achten, wie investiert wird. Während die HVB zur Hälfte jeweils auf Index- und Dachfonds setzt, konzentrieren sich die anderen Banken meist auf eigene Fonds und mischen nur in geringerem Umfang Produkte anderer Investmentgesellschaften bei.
Alle Anbieter stellen aktuell oder in Kürze ihre Strategie mit Blick auf die Abgeltungsteuer um. So werden bald ausschließlich - wie bei der Deka - oder überwiegend Dachfonds eingesetzt. Die Deutsche Bank bewirbt ihre Fondsvermögensverwaltung inzwischen schon gar nicht mehr.
Die Autoren sehen bei der wachsenden Produktvielfalt den vermögensverwaltenden Charakter der Angebote in Gefahr. Schließlich will der Anleger die Entscheidung abgenommen haben, welche Strategie zu welcher Zeit die beste ist.
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