ETFs werden an der Börse gehandelt. Statt des Ausgabeaufschlags, der sonst meist fünf Prozent ausmacht, fallen Ordergebühren an. Die Fonds verzichten auf aktives Management und bilden nur einen Index nach, was Gebühren spart: Der Dax-ETF von iShares kommt mit 0,15 Prozent Verwaltungsvergütung im Jahr aus, gemanagte Fonds verlangen oft das Zehnfache.
Zahlreiche Studien belegen, dass Fondsmanager ihren Vergleichsindex auf lange Sicht ohnehin nicht schlagen - daher sind Indexinvestments so beliebt. Diese Botschaft erreicht immer mehr Anleger: Bei der DAB Bank flossen 2004 noch 2,2 Prozent des Sparplanvolumens in ETFs, Mitte 2007 waren es schon 7,8 Prozent. Allerdings übersteigen die Gebühren bei kleinen Monatsbeträgen das Agio normaler Fonds.
Vor wenigen Tagen hat die Comdirect ihr Sparplanangebot auf 24 ETFs erweitert. In der Einführungsphase entfallen die Ordergebühren, ab April zahlen Kunden aber 2,50 Euro pro Transaktion und zusätzlich 0,4 Prozent des Kaufvolumens. Wer 50 Euro im Monat in einen Indexfonds einzahlt, entrichtet demnach mehr als fünf Prozent Gebühren. Gemanagte Fonds sind da billiger, weil die Direktbanken auf das Agio oft Rabatt gewähren. Bei ETFs empfehlen sich höhere Sparraten in größeren Abständen. Vor der Comdirect-Offensive hatte die
DAB Bank mit 17 ETFs das größte Sparplanangebot, gefolgt vom Deutsche-Bank-Portal Maxblue. Beide haben ähnliche Gebührenmodelle.