Artnet vs. Artprice
Kunsthandel tut sich schwer mit dem InternetArtnet-Chef Neuendorf will den Kunsthandel ins Internet bringen. "In Zukunft wird das Internet den Besitzerwechsel von Kunstwerken erleichtern", sagt Neuendorf. "Das wird das Grundproblem des Kunstmarktes lösen, dass Kunst noch immer ein sehr illiquides Anlagegut ist." Noch tut sich der Kunsthandel mit dem Internet schwer. Das Geschäft ist persönlich, man kennt sich, und der größte Teil des Geschäfts findet in Galerien statt.
Vom steigenden Interesse an Kunstwerken will auch Lumas profitieren. Das Kunsthandelsunternehmen druckt digitale Fotografien in höheren Auflagen als üblich, um sie für eine breitere Kundschaft bezahlbar zu machen. Lumas, eine Tochter der nicht börsennotierten Avenso, betreibt neun Galerien in Deutschland und den USA.
An der Börse gehandelt werden dagegen Papiere der Berliner Fotogalerie Camera Works, hinter der der Großaktionär Clemens Vedder steckt. Das Unternehmen sammelt Werke hochkarätiger Fotografen und erzielt Erlöse durch den Verkauf der Exponate. Die Aktie ist zwar extrem illiquide und schwankt gewaltig. Doch der Trend stimmt: Am Mittwoch kostete die Aktie an der Stuttgarter Börse 4500 Euro, vor fünf Jahren waren es noch 150 Euro.