Aus Angst vor einem Ende der Börsenhausse begnügen sich die Anleger offensichtlich mit mageren Renditen. Reine Euro-Geldmarktfonds, die in Geldmarkttitel und Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten investieren, erzielten in den vergangenen zehn Jahren ein durchschnittliches Plus von 2,7 Prozent im Jahr, hat das Analysehaus E-Fundresearch kürzlich ermittelt. Das ist deutlich weniger als aktuelle Festgeld- und Tagesgeldangebote vieler Banken, die um die vier Prozent abwerfen.
Auch für die Fondsanbieter bleibt nicht viel übrig. Schließlich beträgt die Managementgebühr in der Regel deutlich weniger als ein Prozent im Jahr.
"Angesichts weltweit steigender Börsen nutzten die Anleger vor dem Hintergrund der vielfach erreichten Höchstkurse die Gelegenheit, attraktive Gewinne zu realisieren", so der BVI. Dank der Hausse erreichte das in Aktienfonds verwaltete Vermögen trotz der Abflüsse 246 Mrd. Euro - ein neuer Höchststand. Spezielle Renten und Zertifikatefonds sammelten im Mai 1,4 Mrd. Euro ein. Offene Immobilienfonds hatten 1 Mrd. Euro Zuflüsse. 900 Mio. Euro flossen in Misch- und wertgesicherte Fonds.
Unter den großen Publikumsfondsgesellschaften konnte die Deutsche-Bank-Tochter DWS ihre Marktführerschaft beim verwalteten Vermögen mit einem Anteil von 21,7 Prozent halten. Es folgen der Sparkassen-Anbieter Deka mit 19,3 Prozent und der Volksbanken-Anbieter Union mit 14,6 Prozent. Allianz Global Investors hat 11,5 Prozent Marktanteil, Pioneer 4,7 Prozent und Cominvest 4,1 Prozent.