Mit Abstand größter LED-Produzent ist nach Berechnungen des US-Marktforschungsinstituts IMS Research der japanische Hersteller Nichia Corporation, der rund ein Viertel des Marktes diktiert. Platz zwei belegt Osram, die Nummer drei ist Lumileds. Als reiner LED-Produzent und interessantestes Investment steht der US-Konzern Cree auf Platz fünf der Rangliste.
Während Anleger von vielen Produzenten nicht profitieren können, weil sie entweder wie Nichia in privater Hand sind oder Töchter riesiger Konzerne, ist Cree ein reiner LED-Hersteller. Mehr als 50 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Segment Beleuchtung. Sowohl für Straßenlaternen als auch für Garagen oder Innenbeleuchtungen produziert die Firma LEDs. Im ersten Quartal 2009/10 schlug der Konzern in beeindruckender Weise die Erwartungen der Analysten und verdiente 30 US-Cent je Aktie - doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Im zweiten Jahresdrittel dürfte der Gewinn ähnlich hoch ausfallen. Allerdings hat das Papier seinen Preis. Mittlerweile wird der Titel mit dem 39,3-fachen Gewinn für 2010 bewertet. Dennoch bleibt er chancenreich.
Ähnliches gilt für Aixtron: Bereits seit einigen Monaten feiert die Börse den Wiederaufstieg des einstigen Neuer-Markt-Lieblings. Die Deutsche Bank erhöhte zuletzt ihr Kursziel von 16,50 auf 26 E. Begründung: Die Aachener profitieren vom Hype um LED-TVs. Sie liefern Anlagen für die Halbleiterindustrie zur Herstellung von Bauelementen, die in den Fernsehern eingesetzt werden. Kunden sind Produzenten von Leuchtdioden.
Gewinnsprünge verzeichnet auch Konkurrent Veeco: Der Kurs der Amerikaner notiert so hoch wie seit Mitte 2006 nicht mehr. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage erweitern die Konzerne derzeit ihre Produktionskapazitäten extrem. Sowohl Veeco als auch Aixtron profitieren kräftig davon. Längerfristig drohen jedoch Überkapazitäten in der Diodenproduktion. Für beide Unternehmen gilt es zudem, die Kosten in den Griff zu bekommen. Grundsätzlich bleiben die Aussichten positiv.
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