Für sehr vorsichtige Investoren sind Garantieprodukte eine Möglichkeit. Die Deutsche Bank hat im Sommer ein solches Kapitalschutz-Zertifikat auf den EuroStoxx 50 aufgelegt, welches immer noch attraktive Konditionen ausweist. Bei Fälligkeit im Juni 2012 wird mindestens der Nennwert von 100 Euro zurückgezahlt. Weil der Kurs des Papiers momentan leicht unter diesem garantierten Niveau liegt, sind Verluste mit Blick auf das Laufzeitende also ausgeschlossen.
Gleichzeitig bietet das Zertifikat nahezu die volle Partizipation an steigenden Aktienmärkten. Sobald der Euro Stoxx 50 wieder über die damalige Startmarke von 4513 Punkten klettert - am Dienstag schloss er bei knapp 4400 - werden Anleger an steigenden Kursen zu 100 Prozent beteiligt. Als Gegenleistung dafür verzichtet der Investor auf alle bis zur Fälligkeit anfallenden Dividendenzahlungen der Unternehmen. Als Kursindex werden diese beim Euro Stoxx 50 nicht mit angerechnet. Zudem müssen etwaige Gewinne am Ende der Laufzeit zu dem dann voraussichtlich geltenden Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent (zuzüglich Soli-Zuschlag und Kirchensteuer) versteuert werden.
Garantiepapiere steuerlich problematisch
Wer sein Geld nicht mit dem Fiskus teilen will, der muss auf einen vollen Kapitalschutz verzichten, weil diese Papiere unabhängig von der Haltedauer immer besteuert werden. Zudem sollten Anleger bei Zertifikaten darauf achten, dass die Haltedauer mindestens zwölf Monate beträgt und das Papier spätestens im Juni 2009 fällig wird.
Auch wenn die Garantiepapiere steuerlich problematisch sind -ganz ohne Schutz müssen Anleger nicht investieren. Ein Bonus-Cap-Zertifikat der Deutschen Bank auf den EuroStoxx 50 bietet bei einer Laufzeit bis zum 19. Juni 2009 einen Risikopuffer von gut 40 Prozent. Sollte der Index bis zur Fälligkeit niemals auf oder unter die Barriere von 2600,96 Punkten rutschen, gibt es hier am Ende eine annualisierte Bonusrendite von 8,6 Prozent. Diese Kombination aus hoher Sicherheit und attraktiver Gewinnchance ist nur möglich, weil der Bonusbetrag gleichzeitig auch der Höchstbetrag oder Cap ist. Bei klassischen Bonuspapieren wären entweder der Puffer kleiner oder die mögliche Bonusrendite geringer.
Nach einem ähnlichen Muster funktionieren Discountzertifikate. Hier ist allerdings nur der Bewertungstag für die Höhe der Rückzahlung entscheidend. Wenn der Dax bei einem im Juni 2009 fälligen Discountpapier der BNP Paribas am Ende der Laufzeit mindestens bei 5800 Punkten notiert, gibt es den maximalen Gewinn von 10,6 Prozent oder 6,3 Prozent pro Jahr. Ob der Index zuvor auch mal unter diese Marke fällt, spielt in diesem Fall keine Rolle.