Klassische Indexzertifikate an erster Stelle
Kursinformationen und Charts
Über ein breites Spektrum unterschiedlicher Zertifikattypen können Anleger unabhängig von ihrer Risikoneigung von Nippons Aufschwung profitieren. An erster Stelle sind in diesem Zusammenhang klassische Indexzertifikate auf den
Nikkei 225 oder den deutlich breiter gefassten Topix zu nennen. Während der Nikkei 225 ausschließlich als Kursindex berechnet wird, ist der Topix auch in einer Performancevariante verfügbar. Zertifikate auf den Performanceindex, wie beispielsweise das unten in der Tabelle aufgeführte Open-End-Indexzertifikat von
ABN Amro , lassen Anleger damit auch in den Genuss von Dividendenausschüttungen kommen. Als Quanto-Zertifikat bietet das Papier zudem den Vorteil, dass entsprechende Engagements gegen Währungsverluste abgesichert sind und die Spekulation sich damit allein auf einen Anstieg des Aktienmarktes konzentriert.
Investoren, denen herkömmliche Indexzertifikate auf Grund des fehlenden Hebels nicht spannend genug erscheinen, können alternativ auch auf Outperformance-Zertifikate setzen. Investoren profitieren mit diesen Papieren unbegrenzt und mit eingebautem Hebel von steigenden Aktienpreisen am Kabutocho. So sind Käufer eines entsprechenden Papiers auf den Nikkei 225 von
UBS an Kurssteigerungen oberhalb von 12.414 Punkten mit 174 Prozent beteiligt. Da der Basiswert derzeit allerdings über dieser Marke notiert, hat ein Rückgang des Index zunächst auch überproportionale Verluste des Derivats zur Folge. Erst unterhalb des Basispreises gleicht die Auszahlungsstruktur des innovativen Produkts wieder der eines herkömmlichen Indexzertifikats.
Restrisiko bleibt
Wer von einem weiteren Aufschwung des japanischen Aktienmarkts zwar grundsätzlich überzeugt ist, sich aber dennoch gegen moderate Kursrückschläge absichern möchte, sollte auf Protect-Outperformance-Zertifikate zurückgreifen. Berührt oder unterschreitet der Nikkei 225 bei Fälligkeit des jeweiligen Papiers kein einziges Mal das zu Beginn festgelegte Protect-Niveau, das bei Emission je nach Ausstattung 25 bis 40 Prozent unterhalb des Basispreises liegen kann, erfolgt die Rückzahlung mindestens zum Nominalwert. Dieser ist in der Regel identisch mit dem Emissionspreis, abzüglich des Ausgabeaufschlags. Dennoch bleibt immer noch genügend Spielraum für einen attraktiven Hebel, der aktuell bis zu 1,5 beträgt. Allerdings gilt auch hier, dass bereits erzielte Kurssteigerungen des Derivats seit seiner Emission nicht abgesichert sind.
Absolut risikolose Investments lassen sich am japanischen Aktienmarkt momentan nicht tätigen, denn klassische Garantiezertifikate auf Nikkei oder Topix fehlen im Angebot der Emittenten. Insbesondere unter steuerlichen Aspekten erscheint ein Erwerb aber auch wenig sinnvoll. Hinzu kommt, dass die Japaner schlechten Erfahrungen mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte bereits 1997 gemacht haben und - anders als möglicherweise in Deutschland - ihnen von dieser Seite keine Störfeuer drohen.