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Merken   Drucken   24.07.2007, 07:55 Schriftgröße: AAA

Portfolio: Wen die Dollar-Schwäche besonders hart trifft

Der schwache Dollar bedroht die Aktienrally. Wenn die US-Währung mehrere Monate lang auf dem aktuell niedrigen Stand bei 1,38 $ bleibt, belastet das Unternehmen und Verbraucher - und die Börse. von Mark Böschen
Dies sagen Fondsmanager wie Andrew Lynch vom britischen Anbieter Schroders. Allerdings geht Lynch davon aus, dass der Dollar sich schon bald wieder etwas erholt.Wer an einen dauerhaft schwachen Greenback glaubt, kann das bei seiner Aktienauswahl berücksichtigen. Denn nicht alle europäischen Aktien sind gleich stark von der schwachen US-Währung betroffen. Daher raten Aktienstrategen dazu, die von einem hohen Euro besonders negativ betroffenen Branchen zu meiden.
Unter dem Dollar-Tief leiden besonders die sogenannten zyklischen oder konjunkturabhängigen Konsumwerte, teilten die Aktienstrategen von Dresdner Kleinwort mit. Zu dieser Branche gehören Textilketten wie der Zara-Betreiber Inditex und der schwedische Rivale H&M ebenso wie die Sportartikelhersteller Adidas und Puma. Auch die Aktienstrategen der US-Großbank JP Morgan nennen Europas konjunkturabhängige Konsumgüterhersteller als die typischen Verlierer einer Dollar-Schwäche.
Für eine Branchenempfehlung reicht es aber nicht, nur auf den Grad der Abhängigkeit vom Dollar zu schauen. Dazu wirken zu viele andere Faktoren auf den Aktienkurs ein - sie können den negativen Einfluss des Dollar in manchen Fällen mehr als wettmachen.
Das ist zum Beispiel bei den Minen- und Ölkonzernen der Fall, urteilt Dresdner Kleinwort. Die hohen Rohstoffpreise gleichen die Belastung vom Währungsmarkt mehr als aus, heißt es dort. Dem schwachen Dollar trotzen auch Industriekonzerne und Maschinenbauer. Die starke Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern lasse das Währungsrisiko hier unwichtig erscheinen, sagen die Strategen von Dresdner Kleinwort.
Rückschläge sieht die Bank jedoch für die Autokonzerne, deren Aktien in den zurückliegenden Monaten gefragt waren. Denn zum schwachen Dollar kommen hier schwächere Absatzzahlen und steigende Rabatte für Autokäufer.
  • Aus der FTD vom 24.07.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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