Städte-Ranking
Die Top 15 Immobilienstandorte
Kalkulierbare Einnahmen, geringere Renditeschwankungen als am Aktien- oder Rohstoffmarkt, steuerfreie Gewinne bei Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist - viele Argumente sprechen für Zinshäuser. Der Markt boomt. 2009 wurden deutschlandweit Objekte im Wert von 8,5 Mrd. Euro umgesetzt, der Großteil (70 Prozent) in Städten mit mehr als 550.000 Einwohnern. Allen voran in Berlin, gefolgt von Hamburg und München, so der Immobilienverband Deutschland (IVD). 2010 dürfte noch besser gelaufen sein.
Kaufen um jeden Preis
André Adami, Projektleiter Wohnen bei Bulwien Gesa, macht bei Privatanlegern eine "besonders ausgeprägte Angst vor Inflation aus, die sie dazu bringe, "immer höhere Summen zu zahlen". Hauptsache, Vermögenssicherung. Dass inzwischen auch institutionelle Investoren, geschlossene Fonds und Spezialanlagevehikel ins Geschäft eingestiegen sind und den Markt nach lohnenden Objekten abgrasen, treibt die Preise zusätzlich nach oben. Laut einer Umfrage von Ernst & Young Real Estate steht das Zinshaus sogar ganz oben auf der Liste dieser Anleger.
Die Krux: Mit steigenden Preisen schwinden die Renditen. In den Toplagen werden bereits derart hohe Kaufsummen aufgerufen, dass sich ein Einstieg kaum rechnet. Andererseits gilt: je schlechter die Lage, desto höher das Risiko. Eine Gratwanderung. Die exklusive Studie des Immobiliendienstleisters CB Richard Ellis, kurz CBRE, zeigt, wo ein Kauf noch sinnvoll ist.