Überraschendes ErgebnisDarüber hinaus gibt es jedoch auch Risiken, an die viele private Investoren nicht denken: "Der Großteil der Eigentumswohnungen in Deutschland ist in Hand von Eigennutzern", weiß Gottfried Bauer, Leiter des Bereichs Anlageimmobilien bei Engel & Völkers in Hamburg. Das gilt auch für Objekte, die von Investmentgesellschaften veräußert werden: Sie finden die meisten Abnehmer direkt unter ihren Mietern.
"Besitzer, die selbst in ihren Wohnungen leben, stellen jedoch deutlich höhere Ansprüche an die Ausstattung als renditeorientierte Kapitalanleger", sagt Bauer. Das führt dazu, dass die große Mehrheit der Eigennutzer umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen beschließt, an deren Kosten sich auch der Kapitalanleger beteiligen muss - und die seine Erträge schmälern.
Vor diesem Hintergrund überrascht das Ergebnis einer Studie des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR) nicht: Der Untersuchung zufolge erzielen lediglich 40 Prozent der privaten Vermieter in Deutschland mit ihren Wohnungen einen Gewinn. Bei ebenfalls 40 Prozent halten sich Mieterträge und Unterhaltungskosten die Waage, der verbleibende Rest schreibt mit seinem Eigentum Verluste.