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Merken   Drucken   23.01.2009, 14:24 Schriftgröße: AAA

Liquiditätsnot: Immobilienfonds stecken in der Krise fest

Der Degi-Fonds International wird wieder Investoren-Anteile zurücknehmen - bislang eine Ausnahme. Die schwierige Lage an den Finanzmärkten zwingt die meisten Anbieter dazu, ihre Fonds weiter geschlossen zu halten. von Karsten Röbisch (Frankfurt)
Drei Monate nach der Schließung von zwölf offenen Immobilienfonds bleiben die meisten Produkte eingefroren. Mit dem Degi International wird nur ein Fonds nach Ablauf des zunächst bis Ende Januar befristeten Rücknahmestopps wieder Anteile entgegen nehmen. Das teilte das Fondshaus am Freitag mit. Sein zweiter offener Immobilienfonds, der Degi Europa, bleibt jedoch für weitere neun Monate geschlossen.
Konkurrent Kan Am teilte am Freitag mit, für seine beiden Fonds Grundinvest und US-Grundinvest für weitere neun Monate keine Anteile zurückzunehmen. Das Management prüfe "alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen", um die Fonds so bald wie möglich wieder zu öffnen. Offenbar ist die Versorgung beider Fonds mit Liquidität noch nicht ausreichend. Kan Am und Degi zählten zu den letzten Anbietern, deren Entscheidung noch offen stand.
In den Tagen zuvor hatten bereits Axa , SEB , Morgan Stanley , Pramerica und Credit Suisse  angekündigt, ihre Immobilienfonds für bis zu weitere neun Monate eingefroren zu lassen. Die finanziellen Mittel reichten nicht aus, um die erwarteten Rücknahmewünsche bei einer Öffnung der Fonds zu bedienen, hieß es zur Begründung.
Nettovermögen eingefrorener Fonds   Nettovermögen eingefrorener Fonds
Damit bleiben vorerst rund 22,5 Mrd. Euro - oder knapp 30 Prozent des Gesamtvermögens der Branche - eingefroren. Die Anbieter kündigten jedoch an, den Zeitrahmen nach Möglichkeit nicht voll auszuschöpfen.
Wegen starker Mittelabflüsse hatten Ende Oktober insgesamt zwölf Fonds die Rücknahme von Anteilen gestoppt. Die verhängte Sperrfrist betrug bei den meisten drei Monate. Einzig die UBS  hatte ihre beiden Immobilienfonds gleich für sechs Monate eingefroren.

Teil 2: Warum die Fonds so schwer an Geld kommen

  • FTD.de, 23.01.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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