Nach Zahlen des Immobiliendienstleisters Cushman & Wakefield (C&W) ging das Investitionsvolumen im Vergleich zu 2007 um 59 Prozent auf 435 Mrd. $ zurück und lag damit wieder auf dem Niveau von 2004. Am stärksten fiel der Rückgang mit 73 Prozent in Nordamerika aus. In Europa sank das Volumen um 52 Prozent, in Asien um 45 Prozent. Damit gab Nordamerika die Position als größter Investmentmarkt an Europa ab und rangiert hinter Asien nunmehr an dritter Stelle. Mit einem Gesamtvolumen von 107,1 Mrd. Euro bleiben die USA aber weiterhin der größte Einzelmarkt.
Für das laufende Jahr rechnen die Experten von C&W mit einem leichten Rückgang auf 412 Mrd. $. Während die Immobilienmärkte in den Schwellenländern nach Ansicht der Analysten wohl noch länger in der Krise stecken, dürfte sich die Lage in den entwickelten Märkten schneller verbessern. "Es ist davon auszugehen, dass die Länder, die die Auswirkungen der Finanzkrise zuerst spürten, auch die ersten sein werden, die sich wieder erholen", sagte David Hutchings, Leiter des Research von C&W. Erste Erholungstendenzen gebe es bereits in den USA und Großbritannien, auch wegen der günstigen Wechselkurse. Auch für Frankreich und Deutschland erwartet Hutchings eine leichte Verbesserung.
Wegen der schwachen Nachfrage sind die Preise für Büro- und Geschäftsbauten 2008 deutlich gefallen, was zu höheren Renditen führte. Am stärksten fiel das Plus in Europa aus, wo die Anfangsrendite für Topobjekte im Schnitt von 5,8 auf 6,8 Prozent stieg. In Nordamerika legte die Rendite im Mittel um 30 Basispunkte auf 6,2 Prozent zu.