Immobilienfonds rüsten bei Ökosiegeln auf. Doch der Zertifikatewust ist verwirrend - auch für Anleger. von Jasmin Lörchner und Georgia Hädicke
Offene Immobilienfonds kommen um die Nachhaltigkeit nicht mehr herum: Die Zahl der nach ökologischen Standards zertifizierten Gewerbeimmobilien nimmt zu - vor allem, seitdem sich nicht mehr nur Neubauten, sondern auch Bestandsimmobilien mit Gütesiegeln für etwa geringe Klimaschädlichkeit oder Recyclingfreundlichkeit schmücken dürfen.
Doch die Vielzahl von Zertifikaten, die es schon jetzt am Markt gibt, macht die Auswahl für die Besitzer von Gewerbeimmobilien nicht leichter. Für Anleger von Immobilienfonds stellt sich daher die Frage, mit welchen Zertifikaten ein Fonds wohl künftig am besten dastehen wird. Denn immer mehr Mieter wollen die grünen Gütesiegel - sei es aus Kosten- oder aus Imagegründen. Wer sich als Besitzer nicht für eine Zertifizierung entscheidet, läuft Gefahr, künftig kaum Interessenten für seine Objekte zu finden und muss um Mieteinnahmen bangen.
Niedrigenergiehaus in Wulkow
Sonja Knorr, Analystin bei der Ratingagentur Scope, rät jedoch davon ab, die Entscheidung ausschließlich von den ausgewiesenen Zertifikaten abhängig zu machen. "Anleger sollten bei der Entscheidung für einen Fonds darauf achten, wie das Management mit dem Thema Nachhaltigkeit umgeht", sagt Knorr. Denn: "Viele internationale Mieter wünschen Mindeststandards, besonders bei großen Immobilien in Kernlagen." So lässt beispielsweise der Deka-Fonds Immobilien Europa l das Frankfurter Bürogebäude "Poseidon" nach amerikanischem Standard zertifizieren.
Die Fonds entscheiden je nach Kundschaft und Bestand, welche Siegel sie erwerben wollen. "Wir kaufen ausschließlich Immobilien, die unseren eigenen hohen Nachhaltigkeitsstandards entsprechen. Mieterausbauten finden ausschließlich unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten statt", sagt Fabian Hellbusch, Sprecher von Union Investment. Aktuell umfasst das Portfolio rund 20 Objekte und Projekte im Gesamtvolumen von rund 2,5 Mrd. Euro, die nach unterschiedlichen Systemen wie dem amerikanischen LEED, dem deutschen DGNB, dem französischen HQE oder dem britischen BREEAM zertifiziert sind.
Kursverluste, Ärger mit Behörden und der Nasdaq: Das Börsenparkett ist zu glatt für Facebook. Die Internetstars aus Kalifornien sehen am Aktienmarkt aus wie Anfänger. Damit es Ihnen nicht so geht: Testen Sie Ihr Börsenwissen.
Bei einem Verlust von 30 Prozent - wie stark müsste der Aktienkurs steigen, damit Sie wieder beim Anfangsniveau angelangt sind?
Seit der Erstnotiz ging der Kurs der Facebook-Aktie Tag für Tag nach unten. Erstmals erzielt das Papier nun einen Tagesgewinn. Neue Daten zum Streubesitz der Aktie lassen aber nichts Gutes vermuten. mehr
Der deutsche Immobilienmarkt boomt dank institutioneller Investoren. Doch wirklich teuer ist der deutsche Markt noch immer nicht. Allerdings kaufen die Investoren nicht mehr zu jedem Preis. mehr
Am Abend treffen sich die EU-Staats- und -Regierungschefs, um über Konjunktur und Eurobonds zu beraten. Davor zeigt sich: Die Anleger flüchten in die Sicherheit Deutschlands. Die Kurse deutscher Staatsanleihen steigen auf Rekordwerte. mehr
Dass ein Unternehmen wie Facebook aus einem Börsengang finanziell das Maximale herausholen will, ist verständlich. Doch die Investmentbanker von Morgan Stanley hätten Mark Zuckerberg bremsen müssen. Sie machten gleich mehrere Fehler. mehr
Der Börsenbetreiber NYSE versucht, Facebook von der Nasdaq wegzulocken. Dabei sind die Qualitätsunterschiede zwischen den Rivalen minimal. Ein Vergleich mehr
Das Börsendebüt von Facebook beschert nicht nur den Aktionären hohe Verluste. Auch deutsche Derivateanleger können mit dem Investment bislang nicht zufrieden sein. mehr
Mit einem riesigen Fonds will Tokio neue Techniken unterstützen. Über eine Investitionskapazität von rund 18,6 Mrd. Euro verfügt INCJ. Doch das Geld kommt nicht nur kleinen Firmen zugute, sondern auch Großkonzernen mit nennenswertem Eigenkapital. mehr
Die Lage der US-Banken bessert sich: Im ersten Quartal steigen die Gewinne auf Vorkrisenniveau. Die Schuldenkrise in Europa tangiert die Branche kaum. mehr
Sie bieten Fahrspaß und Werterhalt: Youngtimer werden als Anlageobjekte immer beliebter. Am besten laufen derzeit Sondermodelle und Cabrios mit starker Motorisierung - und der Citroën 2CV, die Ente. mehr
In beinahe jedem Mietvertrag steht, dass die Renovierung Sache des Mieters ist. Viele dieser Klauseln hat der Bundesgerichtshof jedoch zuletzt gekippt - und damit Millionen von Mietern das Streichen erspart. FTD-Online erklärt die Rechtslage mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!