In London parken ausländische Investoren Millionenbeträge. Offene Fonds mischen am Immobilienmarkt kräftig mit. von Grit Beecken
Dass alle Welt derzeit in Immobilien flüchtet, wird in keiner anderen Stadt so deutlich wie in London. Die britische Hauptstadt zieht Milliardensummen aus dem In- und Ausland an, die Kapitalflut lässt die Immobilienpreise in den Himmel schießen - und der Markt lockt auch viele deutsche Privatanleger an.
Sie können über offene Immobilienfonds mitverdienen, sofern der Fondsmanager rechtzeitig in den Markt eingestiegen ist und umsichtig investiert hat. Das ist in London zwar eine Herausforderung, jedoch stehen die Chancen mit einem offenen Immobilienfonds nicht ganz schlecht - schließlich sind sie mit ihren großen Portfolios schwankungsärmer als geschlossene Fonds oder Immobilienaktien und gelten daher als sicherer.
"London ist der wichtigste und transparenteste Immobilienmarkt der Welt", sagt Sonja Knorr von der Ratingagentur Scope. In keinem anderen Markt wechseln Objekte so schnell den Besitzer, schwanken die Preise so stark.
An- und Verkäufe offener Immobilienfonds in London
"Wenn Sie zum richtigen Zeitpunkt kaufen und ihren Besitz clever managen, können Sie in London richtig große Gewinne machen", sagt Karl-Joseph Hermanns-Engel, Mitglied der Geschäftsführung von Union Investment Real Estate. Alles richtig machen heißt auch: nur gut vermietete Topobjekte kaufen, die regelmäßige Erträge abwerfen. Und wieder verkaufen, wenn der Wert ausreichend gestiegen ist.
In diesem Jahr hat Hermanns-Engel für 178 Mio. Euro das Bürogebäude Whitefriars in der Fleet Street verkauft. Im August 2010 stieß er 10 Gresham Street ab. Gekauft hat er hingegen nicht, weil er den Markt schon fast wieder für überhitzt hält. Er wartet lieber ab, bis sich die Preise stabilisieren oder sinken.
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