Der "Victory Park" in Dallas war ein Prestigeprojekt von Ross Perot junior - finanziert mit dem Geld deutscher Anleger
Doch nun kam alles ganz anders. Im Brief an die betroffenen Investoren, der der FTD vorliegt, ist von einem "Vertragsbruch in Bezug auf einige Kreditverträge" die Rede. Hintergrund: Die Banken hatten sich darauf verlassen, dass eine Hillwood-Gesellschaft als Garantiegeber stets mehr als 100 Mio. $ an Sicherheiten parat hält. Davon soll nichts mehr übrig sein.
Schon im November berichteten die "Dallas Morning News" über Vermögensverluste der Perot-Familie. So habe der Hedge-Fonds Parkcentral Global allein im Oktober rund 40 Prozent verloren. Größter Investor des Fonds sei die Perot-Familie gewesen, so die Zeitung. Das beunruhigt die Kreditgeber, zumal gleichzeitig die Victory-Park-Immobilien an Wert eingebüßt haben.
Ziehen die Banken nun die Notbremse, wird das Investment zum Fiasko. "Sollten die finanzierenden Banken in der aktuellen Situation die Kredite frühzeitig fällig stellen, so kann nach unserer aktuellen Einschätzung auch der vollständige Verlust des Eigenkapitals nicht mehr ausgeschlossen werden", müssen die Anleger lesen. Mit Ausschüttungen sei in den kommenden Jahren nicht zu rechnen. Bislang flossen immerhin dreimal 7,5 Prozent - finanziert von Hillwood.