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25.05.2009, 08:08
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Erneute Nachfrage:
Privatanleger suchen Absolute-Return-Fonds
Absolute-Return-Fonds haben eine Menge verbrannte Erde hinterlassen. Dennoch kommen immer neue Produkte an den Markt. Die Alleskönner sind wieder gefragt.
von Wolf Brandes
Als vor zwei Jahren das erste iPhone auf den Markt kam, durfte man es zu Recht als Alleskönner bezeichnen - und der Siegeszug der Smartphones begann. Groß war auch das Interesse, als vor einigen Jahren die ersten Absolute-Return-Fonds aufgelegt wurden. Sie galten unter den Fonds als Alleskönner, versprachen eine höhere Rendite als Tagesgeld, eine von Marktschwankungen unabhängige Entwicklung und stets positive Wertentwicklung.
Die Bilanz heute fällt ernüchternd aus. "Absolute-Return-Strategien haben eine Menge verbrannte Erde hinterlassen. Nur eine Minderheit konnte sich in den positiven Bereich retten", sagt Rüdiger Sälzle, Chef von Fondsconsult Research. Selbst Top-Produkte wie der Julius Bär Absolute Return Bond Fund konnten ihre Zielmarken nicht erreichen. "Was nicht verwunderlich ist angesichts der Marktverwerfungen", so Sälzle.
Das Debakel für die Allrounder unter den Fonds kam mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman und der sich anschließenden Illiquidität großer Teile des Anleihenmarkts. Viele rutschten ins Minus, darunter auch Flaggschiffe wie der CS Target Return, der in kurzer Zeit ein Fünftel seines Werts verlor. Der Fonds wurde dann trotz eines Vermögens von 350 Mio. Euro liquidiert. Dennoch ist Detlef Glow, Researchchef von Lipper, eher positiv gestimmt: "Es gibt auch ein paar gute Fonds." Allerdings hält er das Segment für "eines der schwierigsten".
Steckbrief Absolute-Return-Fonds
Angesichts des aktuell Börsenumfelds lebt der Absolute-Return-Gedanke weiter, ja er blüht regelrecht auf. Da viele Anleger verunsichert sind, scheinen die neuen Absolute-Return-Fonds zur rechten Zeit zu kommen. Fast im Wochenrhythmus legen die Gesellschaften neue Produkte auf, die eine stabile Rendite versprechen. So emittierte die französische Investmentboutique Carmignac Anfang Mai mit dem Carmignac Market Neutral einen Aktienfonds, der Strategien zur Immunisierung des Portfolios gegen Marktschwankungen einsetzt. Dazu will Carmignac, das bislang mit eher klassischen Aktien- und Mischfonds aufgefallen war, Aktien kaufen und diese absichern. Das von den Märkten abgekoppelte Management zielt natürlich auf eine positive Wertentwicklung, ein Renditeziel nennt Carmignac vorsichtshalber nicht.
Am selben Tag wie Carmignac verkündet Universal Investment den Start des Da Vinci Strategie. Der Fonds setzt auf Optionsstrategien am deutschen und US-Rentenmarkt sowie an ausgewählten Aktienmärkten. Besonders ambitioniert fällt die Zielrendite aus: Zwölf Prozent pro Jahr hatte in der Vergangenheit kein Absolute-Return-Fonds im Visier. Meist lagen die Vorgaben bei sechs bis sieben Prozent - und nicht einmal die konnten erfüllt werden. Anlageberater des neuen Fonds ist die Schweizer Firma Da Vinci Invest.
Teil 2: Fonds mit vermeintlicher Zauberformel
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Aus der FTD vom 25.05.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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