Welche Fonds schlagen den Vergleichsindex und welche enttäuschen die Anleger? Unsere Serie, die auf Daten der Ratingagentur Morningstar basiert, hält Sie auf den Laufenden.
Warum sollte man sein Geld in asiatische Unternehmen anlegen? An den Börsen Südostasiens wurde 2008 die Hälfte des Börsenkapitals vernichtet. von Olaf Wittrock
Dagegen nehmen sich 37 Prozent Kursrückgang in Europa oder, aus Euro-Anlegersicht betrachtet, 34 Prozent in den USA fast harmlos aus.
Manche Börsen Asiens verbuchten sogar über 60 Prozent Verlust, wie die Ergebnisse des aktuellen Morningstar-Ratings belegen: In der Vergleichsgruppe bewertet die Agentur ausschließlich Länderfonds, die auf die kleineren Volkswirtschaften aus der Region setzen, also jenseits der großen Börsen in China, Indien, Japan oder auch Südkorea investieren. Anlageziele sind also Indonesien, Thailand, Vietnam sowie die Philippinen.
Für die nähere Zukunft sehen die Aussichten nicht allzu gut aus. Zwar dürften die Länder nach wie vor stärker wachsen als entwickelte Märkte in Europa und Nordamerika. Aber wenn die Weltwirtschaft in diesem Jahr tatsächlich erstmals seit 1991 weniger als zwei Prozent wächst, wird sich auch in Asien das Wachstum abschwächen - schließlich hängen die Länder stark vom Export ab. Zudem geht manchen der kleineren Staaten so langsam das Geld aus. Und die politischen Unruhen in Thailand, wo noch im November Demonstranten den Hauptstadtflughafen besetzten, belasten den Tourismus.
Die erwarteten Unternehmensgewinne, die sich in Schwellenländern besonders stark in den Kursen niederschlagen, sind so 2009 wohl nur schwer zu erreichen. Und das wiederum dürfte die Kurse drücken. Ein wenig Hoffnung bereitet da höchstens die Tatsache, dass viele Aktien in Südostasien ohnehin bereits so günstig zu haben sind wie noch nie.
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