Wer Geld anlegen und sich darum nicht weiter kümmern will, ist klug beraten, nicht alles auf eine Karte zu setzen, sondern möglichst breit zu streuen. Man könnte meinen, dass es nicht so schwer sein kann, einfach von allem ein bisschen zu kaufen. Doch das stimmt nicht: Denn wer selbst mischt, muss sich sehr wohl darum kümmern, dass sein Portfolio nicht aus dem Ruder läuft. Zudem spielt ihm die Mathematik einen Streich: Der Anteil jener Anlageklassen, die besonders gut laufen, steigt nämlich automatisch immer weiter an, während Titel, deren Wert sinkt, schrumpfen.
Eine Lösung bieten Mischfonds, deren Manager regelmäßig durch Zu- und Verkäufe dafür sorgen, dass eine ausgewogene Mischung erhalten bleibt. Solche Fonds erfasst Morningstar in seinem aktuellen Rating. Jedenfalls ist das die Idee der Kategorie "Mischfonds ausgewogen". Dazu filtert Morningstar all jene Fonds aus seiner Datenbank, die flexibel in unterschiedliche Anlageklassen anlegen, dabei in den vergangenen drei Jahren aber im Schnitt höchstens 60 Prozent Aktien enthielten. Darunter finden sich neben reinrassigen Mischfonds auch immer mal Exoten, die nur zufällig ins Raster passen. Der Uniproinvest Aktien etwa ist eigentlich ein Aktienfonds. Weil der junge Fonds sich aber anfangs stufenweise in den Markt einkauft, ist momentan noch ein Drittel in Anleihen geparkt. Bis Ende 2012 ist er voll investiert. Und gehört dann nicht mehr in die Kategorie.