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  FTD-Serie: Fondsrating

Welche Fonds schlagen den Vergleichsindex und welche enttäuschen die Anleger? Unsere Serie, die auf Daten der Ratingagentur Morningstar basiert, hält Sie auf den Laufenden.

Merken   Drucken   31.01.2010, 18:04 Schriftgröße: AAA

Fondsrating: Viel Aufregung um nichts  

Ein äußerst schwankungsanfälliges Nullsummenspiel: Das waren Investments in Biotechfonds in den vergangenen drei Jahren. von Olaf Wittrock
Wer Anfang 2007 Geld in Pharmakonzerne, Genforschungsunternehmen und Medizintechniklieferanten steckte, hat womöglich die gesamte Gefühlspalette von Euphorie bis Frust durchlebt. Nur, viel hat die ganze Aufregung nicht gebracht. Der maßgebliche Biotechindex von MSCI verlor pro Jahr 0,9 Prozent. Bei Fonds, die Morningstar der Kategorie Biotech zuordnet, steht im Schnitt sogar ein jährliches Minus von vier Prozent zu Buche. Und selbst die erfolgreichsten Manager schafften allenfalls zwei Prozent plus pro Jahr.
Das alles ist angesichts der Einbrüche an den weltweiten Aktienmärkten insgesamt zwar ein respektables Ergebnis. Gemessen an Schwankungen von durchschnittlich 17 bis 26 Prozent um die mittlere Kursentwicklung ist es aber eindeutig zu wenig. Auf jedem Tagesgeldkonto ließe sich mehr verdienen, und das gänzlich ohne Schwankungen.
Angesichts dieser Bilanz stellt sich durchaus die Frage, warum Anleger sich überhaupt mit einem solchen Nischenprodukt befassen sollten. Tatsächlich sind Biotechfonds eine Modeerscheinung, die vor zehn Jahren ihren Höhepunkt erlebte. Sieben der zehn besten Fonds im Rating wurden in den Jahren 2000 und 2001 aufgelegt. Drei weitere stammen aus den 90er-Jahren: Neben dem Fonds der Allianz sind das die Angebote der schweizerischen Privatbanken Pictet und UBS. Tatsächlich haben selbst Anleger, die damals schon dabei waren, kaum etwas verdient, wie ein Blick auf die langfristige Performance des ESPA Stock Biotec zeigt. Zwischen Anfang 2000 und Ende 2009 liegt der Fonds mit 0,2 Prozent pro Jahr im Minus. Auch die starken Schwankungen teilt er einmütig mit der Konkurrenz. Im besten Jahr ging es fast 55 Prozent bergauf, im schwächsten verlor der Fonds rund 52 Prozent an Wert. Nur jene drei Fonds, die zufällig schon vor dem Höhepunkt der großen Hightech-Blase um die Jahrtausendwende auf dem Markt waren, retten ein Plus aus den 90ern.

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