Studien bezweifeln Cost-Average-EffektZahlreiche Studien legen nahe, dass auf dem Cost-Average-Effekt basierende Anlagestrategien zu keinen signifikanten Renditeerhöhungen gegenüber anderen Strategien führen. Der Cost-Average-Effekt führt vielmehr lediglich dazu, dass aufgrund der gleich bleibenden Investitionshöhe im Schnitt pro Anteil das harmonische Mittel der Kurse bezahlt wird.
Dieses liegt stets geringfügig unter dem arithmetischen Mittel, das bei regelmäßigem Kauf gleich bleibender Stückzahlen bezahlt würde. Insofern ist der Effekt positiv. Das Problem dabei: Die Anlage in stets gleich bleibende Stückzahlen eines Fonds oder einer Aktie sind ohnehin meist keine Handlungsoption der Sparer.
"Im Vergleich gegenüber der Einmalanlage zeigt sich keine Überlegenheit", sagt Verbraucherschützer Nauhauser: Hier ist das Ergebnis hochgradig abhängig von den Kursverläufen im Anlagezeitraum. Zudem nähert sich das Ergebnis des Sparplans dem der Einmalanlage an.
"Da sich im Verlauf des Ansparens immer mehr Kapital ansammelt, das ganz den Schwankungen der Anteilspreise unterliegt, und da die einzelne Rate einen immer kleiner werdenden Bruchteil dieses Kapitals ausmacht, nimmt der Durchschnittskosteneffekt mit zunehmender Laufzeit eines Sparplans immer weiter ab", so eine Studie der TU Chemnitz.
Das heißt, das angesparte Vermögen verhält sich jetzt so, als hätte man einmalig eine hohe Summe Geld angelegt und Kursschwankungen wirken sich überproportional auf die Rendite aus - sowohl nach oben wie auch nach unten.