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05.01.2009, 11:00
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Geschlossene Fonds:
Wenig Hoffnung für Anleger in Not
Der Nischenanleger Madison Real Estate ist bereits bei rund 50 geschlossenen Fonds eingestiegen. Als Samariter zur Rettung fehlgeschlagener Immobilienbeteiligungsmodelle sieht er sich jedoch nicht.
von Richard Haimann
"Wir investieren ausschließlich in Fonds, deren Objekte qualitativ hochwertig sind und langfristige Vermietungsmöglichkeiten bieten". Michael Siefert gilt als letzte Hoffnung bei Anlegern jener geschlossenen Immobilienfonds, die in Schieflage geraten sind. Als Geschäftsführer von Madison Real Estate in Deutschland verwaltet Siefert einen Private Equity Real Estate Fund (PERE-Fund).
Universitäten und Family Offices aus den USA haben hier hohe Millionenbeträge eingezahlt. Die deutsche Madison-Tochter investiert es vor allem in geschlossene Immobilienfonds privater und institutioneller Anleger.
"Mehrere Hundert Millionen Dollar könnten wir in den kommenden Monaten anlegen", sagt Siefert. Der Spezialist für Nischenstrategien ist bereits bei rund 50 geschlossenen Fonds eingestiegen.
Bekannt wurde der PERE-Fund, als er die noch nicht platzierten Anteile des Fonds 77 des insolvent gegangenen Initiators Falk Capital aufkaufte. Madison bewahrte dadurch den Fonds mit seinen drei vermieteten Immobilien vor der Pleite.
Seither klingeln in der Frankfurter Madison-Niederlassung ständig die Telefone. "Wir werden von zahlreichen Anlegern Not leidender geschlossener Fonds kontaktiert", sagt der Geschäftsführer. In den meisten Fällen gibt Siefert den Anrufern jedoch einen Korb.
Denn Madison ist kein Samariter zur Rettung fehlgeschlagener Immobilienbeteiligungsmodelle. "Wir investieren ausschließlich in Fonds, deren Objekte qualitativ hochwertig sind und langfristige Vermietungsmöglichkeiten bieten", nennt Siefert die Kernkriterien.
75 Prozent der geschlossenen Deutschlandfonds sind in SchieflageAn Anteilen geschlossener Fonds mit leer stehenden, sanierungsbedürftigen Immobilien sei Madison nicht interessiert. Nach Berechnungen des Fondsexperten Stefan Loipfinger sind rund 90 Prozent der in den 90er-Jahren aufgelegten geschlossenen Deutschlandfonds in einer Schieflage. "Drei Viertel aller geschlossenen Immobilienfonds sind schlichtweg nicht handelbar", sagt Björn Meschkat, Vorstand der Firma Deutsche Zweitmarkt.
Zudem ist Madison bei seinen Investments nicht auf geschlossene Fonds von Privatanlegern angewiesen. Derzeit werden dem PERE-Fund von Pensionskassen und Versicherungen zuhauf Anteile an gut performenden geschlossenen Fonds angeboten, die speziell für diese Profianleger aufgelegt wurden.
"Manche institutionelle Investoren wollen aus diesen Fonds aussteigen, weil durch den Kursverfall am Aktienmarkt ihre Immobilienquote nun die Zielvorgabe überschreitet", sagt Siefert.
Teil 2: Durch die Finanzkrise sind die Preise eingebrochen
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FTD.de, 05.01.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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