Bequemlichkeit der AnlegerBei der Bank zahlen Anleger bis zu sechs Prozent Ausgabeaufschlag, den das Institut dann als Provision behält. Dieser fällt beim Kauf direkt über die Fondsgesellschaften, über Direktbanken oder über die Börse meist weg. Dennoch ist für die Dominanz der Banken und Sparkassen im Fondsverkauf kein Ende in Sicht. Das liegt offenbar vor allem an der Bequemlichkeit der Anleger.
Fragt man die bankeigenen Fondsgesellschaften, verdanken die Kreditinstitute ihre Beliebtheit freilich ihrem Beratungsangebot. "Die Kunden wollen beraten werden", versichert Claus Gruber von der Deutsche- Bank-Tochter DWS Investments. Bei Direktbanken und beim Kauf unmittelbar über die Fondsgesellschaft gibt es keine Beratung.
Ähnliche Töne schlägt Markus Rosenberg an, Experte der Sparkassen-Investmentgesellschaft Dekabank. "Wir glauben, gerade vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise, an die Vorteile der Beratungsleistung", sagt er. "Es muss vorab geklärt werden, ob Anlageklasse und Ausrichtung des Fonds zum Anleger passen." Die meisten Kunden folgen seiner Erfahrung nach den Ratschlägen der Bankangestellten. Für Rosenberg ein Zeichen dafür, dass sie die Beratung schätzen.