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30.05.2009, 08:00
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Investmentfonds:
Doch keine Wunderfonds
Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten wollen Investoren oft nur noch stetige, positive Erträge. Viele der Absolute-Return-Produkte enttäuschen jedoch.
von Wolf Brandes
Sieben Prozent Rendite im Jahr wirken in der Nach-Madoff-Ära eher wie eine Drohung als ein Versprechen. Bis zur Schließung warf der Fonds "Thema US Hedge" pro Jahr diese Rendite ohne nennenswerte Schwankungen ab. Ein perfekter Absolute-Return-Fonds - wenn nicht die Renditen fingiert gewesen wären, um das Schneeballsystem des amerikanischen Betrügers am Laufen zu halten.
Die Realität der Investmentfonds mit dem Ziel, einen stetigen positiven Ertrag zu erzielen, sieht anders aus. Schon vor dem Madoff-Debakel hagelte es für die Fonds Kommentare wie "absolut nicht sicher" und "absolut überflüssig". Absolute-Return-Produkte kommen den Wünschen vieler Anleger vom Ansatz her weiterhin entgegen. Angesichts der hohen Verluste bei Aktien, der niedrigen Renditen bei Anleihen und am Geldmarkt sowie der Probleme bei den offenen Immobilienfonds ist das Ziel einer stets positiven Rendite attraktiv.
Und genau das wollen die Fonds: Erträge unabhängig von den Finanzmärkten erwirtschaften. Meist ist damit eine relativ sichere Mindestrendite von Geldmarkt plus X Prozent gemeint. Dazu werden unterschiedliche Anlagestrategien genutzt, die zum Teil aus dem Instrumentenkasten der Hedge-Fonds stammen.
Absolute-Return-Fonds im MinusIn der Praxis zeigt sich indes, dass viele Absolute-Return-Fonds ihre Versprechen nicht einlösen konnten. In den vergangenen drei Jahren haben nach Angaben der Ratingagentur Morningstar nur zwei dieser vermeintlichen Wunderfonds den Geldmarktsatz Eonia geschlagen; schlimmer noch: 33 von 58 Absolute-Return-Fonds landeten in der betrachteten Periode sogar im Minus.
Zu den wenigen Top-Fonds des Segments zählt der Threadneedle Target Return, der einem Wertzuwachs von 17,6 Prozent seit April 2006 erzielte. Fondsmanager Quentin Fitzsimmons investiert den Großteil des Vermögens in liquide Geldmarktpapiere und erzielt mit Derivaten Zusatzerträge.
Auf Basis hauseigener, fundamentaler Analysen werden Positionen im Bereich von Zinsen und Währungen eingegangen. Auf diese Weise kann das Management von Zinsbewegungen profitieren; gleichzeitig verdient Fitzsimmons mit Derivaten, die auf Währungsänderungen setzen.
Teil 2: Strategie des Kapitalerhalts
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FTD.de, 30.05.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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