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13.12.2008, 08:00
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Investmentfonds:
Geldparkmöglichkeiten für Pfennigfuchser
Geldmarktfonds sind in diesen unsicheren Zeiten die Renner bei den Anlegern - vor allem wenn sie als transparenter ETF konzipiert sind. Das Angebot an Indexfondsprodukten nimmt zu, doch lohnt es sich nicht für jeden.
von Wolf Brandes
Wer blitzschnell auf Wirtschaftsdaten reagieren und sein Geld kurzfristig verfügbar haben möchte, kann seit einiger Zeit neuartige Geldmarktfonds nutzen. Börsengehandelte Cash-ETFs - Exchange-Traded Funds - machen es möglich. Immer mehr dieser Cash-ETFs kommen auf den Markt.
Nach dem großen Absatzerfolg der Deutschen Bank mit dem Mitte 2007 aufgelegten DB X-Trackers Eonia brachte die Société Générale den Lyxor ETF Euro Cash an die Börse. Als geldmarktnaher Indexfonds kam Barclays Ende Juli mit dem iShares eb.rexx Money Market.
"Damit kommen wir dem verstärkten Bedürfnis nach transparenten geldmarktnahen Produkten entgegen", begründet Dirk Klee, Chef von Barclays Global Investors in Deutschland. Anfang September legte die Commerzbank mit dem Comstage ETF Eonia ein weiteres Cash-Produkt auf, das mit einer Verwaltungsvergütung von 0,1 Prozent noch günstiger daherkommt als die bestehenden ETFs.
Produkte für liquide Mittel ein KassenschlagerDass die neuen Produkte für liquide Mittel ein Kassenschlager geworden sind, liegt nicht nur an der Möglichkeit, sie laufend zu handeln. Die Nachfrage hat auch mit dem Wunsch der Investoren nach einer sauberen Anlageform für Liquidität zu tun.
Die Subprime-Krise hat gezeigt, dass viele klassische Geldmarktfonds ABS-Papiere beigemischt hatten, um die Rendite aufzubessern. Das hatte bekanntlich fatale Folgen: So verlor der Pioneer Geldmarkt Plus seit Mitte 2007 mehr als zehn Prozent. Mit ihm sind auch andere Cashfonds abgerutscht.
Viele Anleger zweifeln daher an der Sicherheit - und in diese Lücke stoßen die ETFs. Dabei ist Schnelligkeit beim Handeln oft weniger relevant. "Daytrading am Markt für Liquidität brauche ich nicht", sagt etwa Thomas Romig, Dachfondsmanager bei Cominvest. Romig verzichtet in seinen Fonds auf Geldmarkt-ETFs.
Die Unterschiede zwischen den Geldmarkt-ETFsIn der Praxis dürften die Unterschiede zwischen den Geldmarkt-ETFs gering sein, da alle eine niedrige Verwaltungsgebühr erheben. Und bis auf den ETF von iShares bilden die Fonds alle den Eonia (Euro Over Night Index Average) ab.
Der Tagesgeldsatz wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) und ist ein Durchschnitt von Tagesgeldausleihungen im Interbankenmarkt. Kurzlaufende Anleihen oder sogar ABS-Papiere spielen gar keine Rolle, sodass Fonds mit Bezug auf den Eonia durchaus als saubere Cash-Anlage angesehen werden dürfen
Teil 2: Geldmarkt-ETFs eine attraktiven Anlageform
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FTD.de, 13.12.2008
© 2008 Financial Times Deutschland,
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