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25.07.2009, 08:00
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Investmentfonds:
Investoren greifen wieder zu Rohstoffen
Viele Experten erwarten, dass der Aufwärtstrend bei Öl, Metallen und Agrarrohstoffen anhält. Fonds investieren entweder in Aktien oder Derivate.
von Heino Reents
Noch sind sich nicht alle Experten darüber einig, ob der Aufwärtstrend an den Rohstoffmärkten nachhaltig ist oder ob es sich nur um eine Korrektur nach den kräftigen Kursabstürzen handelt. Die Investoren haben dagegen längst entschieden. Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung treibt die Börsen - und Rohstoffpreise. Privatinvestoren haben ihr Engagement bei Rohstofffonds deshalb erhöht. Seit Jahresbeginn flossen weltweit mehr als 5 Mrd. $ in den Sektor, wie der Dienstleister EPFR Global jüngst mitteilte.
"Zahlreiche Faktoren deuten darauf hin, dass der Rohstoff-Superzyklus keineswegs vorüber ist. Die Aktienmärkte in den Sektoren Energie, Industriemetalle und Landwirtschaft haben sich im laufenden Jahr weit deutlicher als der Gesamtmarkt erholt", glaubt Dirk Kubisch, Produktexperte bei Julius Bär, an einen nachhaltigen Aufwärtstrend.
Auch Patrick den Besten, Head of Global Industrials & Materials bei ING Investment Management blickt durchaus positiv in die Zukunft: "Rohstoffe eignen sind hervorragend, um an der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas und Indiens zu partizipieren; der Langzeittrend Urbanisierung ist in beiden Ländern ungebrochen."
Fundamentaler WandelNach Ansicht von Julius-Bär-Experte Kubisch bietet das Jahr 2009 attraktive Einstiegsmöglichkeiten in Rohstoffaktien: "Die Preiserholung von Rohstoffaktien erfolgt im Vergleich zu den reinen Rohstoffen in der Regel relativ rasch und könnte durch die massiven Konjunktur-Stützungsprogramme zahlreicher Industrie- und Schwellenländer verschärft werden."
Seiner Ansicht nach bleiben die mittel- bis langfristigen Trends, die für einen fundamentalen Wandel bei Angebot und Nachfrage zahlreicher Rohstoffe sprechen, trotz Finanz- und Kreditkrise bestehen. Die weltweite demografische Entwicklung, der zunehmende Wohlstand in den Schwellenländern und die fortschreitende Urbanisierung seien dabei die wichtigsten Treiber.
Gute Nerven sind aber vorerst dennoch weiter gefragt. Denn aktuell erwarten zahlreiche Marktbeobachter, wie etwa die Experten von Barclays Capital, zumindest kurz- bis mittelfristig starke Preisschwankungen. Der Grund: Der Markt ist weiterhin zum Teil spekulativ getrieben, außerdem sind die Lager aktuell recht voll.
Überdurchschnittliches Wachstum erwartet"Rohstoffe bleiben als Anlageklasse mittel- bis langfristig interessant", sagt Sandra Ebner, Fondsmanagerin des Deka-Commodities. Die kräftigen Kursverluste sind ihrer Ansicht nach vor allem auf das äußerst schwache realwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen.
"Ich rechne aber für die nächsten Jahre mit einem überdurchschnittlichem Wachstum der Rohstoff-Nachfrage", so die Deka-Fondsmanagerin. Ebner erwartet, dass sich eine Preiserholung durch nahezu alle Rohstoffgruppen zieht.
Anleger, die in die Anlageklasse investieren wollen, sollten aber folgende Besonderheiten beachten: Bei Rohstofffonds gibt es zwei grundsätzliche Unterschiede: So gibt es Fondsmanager wie Ebner, die über Optionen versuchen, direkt von der Entwicklung an den Rohstoffbörsen zu profitieren. Andere wiederum - und das ist die Mehrheit - investieren in Aktien von Unternehmen, die im Bereich Rohstoffe tätig sind.
Teil 2: Rohstofffonds als Beimischung
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FTD.de, 25.07.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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