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Merken   Drucken   25.09.2009, 10:00 Schriftgröße: AAA

Investmentfonds: Mit Mischfonds das Depot ergänzen

Unschlüssige und unerfahrene Anleger greifen gerne zu Mischfonds. Doch nur die wenigsten Manager haben auf Dauer das richtige Näschen für eine erfolgreiche Vermögensaufteilung. von Heino Reents
Das Managen von Mischfonds halten einige Experten für die Königsklasse des Fondsmanagements. Den richtigen Mix zwischen Aktien und Anleihen in den verschiedenen Börsenphasen zu finden und dadurch den Anlageerfolg entscheidend zu verbessern, gelingt aber auf lange Sicht nur den Wenigsten.
Entweder die Manager sind zu vorsichtig und verpassen den Aufschwung an den Aktienmärkten und somit kräftige Kursgewinne. Oder sie agieren zu risikoreich und versäumen es, in Schwächephasen rechtzeitig die Aktienquote zu senken.
Diese Problematik sollte Anleger aber grundsätzlich nicht davon abhalten, in Mischfonds zu investieren. Sie eignen sich für eher unschlüssige Investoren ideal als Basisinvestment: "Wenn Anleger sich nicht zutrauen, eine Vermögensstruktur aufzustellen, und Kapital langfristig aufbauen wollen, dann bieten Mischfonds eine gute Lösung", sagt Werner Hedrich, Leiter Fondsanalyse der unabhängigen Ratingagentur Morningstar.
Risikosenkung der Anlagestrategie
"Mischfonds stellen eine gute Ergänzung in Kundendepots dar, um das Risiko der Anlagestrategie zu senken", sagt auch Markus Zschaber, Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltung in Köln. "Voraussetzung ist allerdings, dass der Anleger die Anlagestrategie des Mischfonds und die Anlagegrundsätze kennt, um klar zu erkennen, welche Aufteilung in den verschiedenen Asset-Klassen vorhanden ist", so Zschaber, der in seiner Vermögensverwaltung auf Investmentfonds setzt.
Eines der wenigen Mischprodukte, das sich über Jahre bewährt hat und das in den Verkaufsranglisten stets ganz vorne zu finden ist, ist der Carmignac Patrimoine. Der Fonds des französischen Investmenthauses Carmignac Gestion hatte seine Aktienquote im vergangenen Jahr rechtzeitig reduziert und konnte dank eines hohen Rentenanteils seinen Anlegern Verluste ersparen.
Danach war der Fonds dann aber wieder offensiv genug investiert, um von der zwischenzeitlichen Kursrally am Aktienmarkt zu profitieren. Auch langfristig scheint die Carmignac-Strategie zu funktionieren. In den vergangenen 20 Jahren erzielte das Fondsmanagement eine durchschnittliche jährliche Rendite von zehn Prozent.
Bemerkbarer Erfolg
Seit Jahresanfang hat der Fonds sein Volumen verdoppelt und die Hürde von 10 Mrd. Euro übersprungen. "Die Größe wird sich nicht nachteilig auf die Performance auswirken", ist sich Eric Le Coz, Leiter Produktentwicklung bei Carmignac Gestion, sicher. Der Hauptteil der Performance werde durch die strategische Asset-Allokation sowie die langfristige Anlage in liquiden Qualitätstiteln erzielt.
Und daran werde sich nichts ändern. Die Aktienquote kann zwischen 0 und 50 Prozent variieren, derzeit liegt sie bei knapp unter 30 Prozent. Ein großer Teil davon ist in Schwellenländern investiert - und die legten im ersten Halbjahr besonders stark zu. "Das Thema der Verbesserung des Lebensstandards in den Schwellenländern bleibt von zentraler Bedeutung", begründet Le Coz die Auswahl.
Mit einer günstigen Verwaltungsgebühr von nur 1,15 Prozent und einer soliden Performance punktet der älteste Investmentfonds Deutschlands, der Cominvest Fondra. "Die richtige Asset-Allokation zu wählen, ist eine schwierige Disziplin für das Management eines Mischfonds. Aber ich glaube, wir haben zuletzt ein gutes Händchen gehabt", sagt Stefan Hofrichter von Allianz Global Investors (AGI), der den Fondra seit Kurzem managt.

Teil 2: Mischfonds für die Altersvorsorge

  • FTD.de, 25.09.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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