Nach den Rekordverlusten im Vorjahr verzeichnen Hedge-Fonds allmählich wieder vorzeigbare Renditen. Nach Angaben des Datenanbieters Hedgefund Research (HFR) legten Hedge-Fonds von Januar bis April 2009 im Schnitt um 4,2 Prozent zu. Nach der enttäuschenden Performance der vermeintlichen Alleskönner im vergangenen Jahr hatten viele Investoren ihre Anteile verkauft: Einer Statistik des Analysehauses Hedge-Fund Intelligence zufolge sind die Anlagemittel der Branche 2008 weltweit von 2700 Mrd. $ um ein Drittel auf 1800 Mrd. $ geschmolzen. Die Folge: Weltweit wurden Hunderte Fonds geschlossen.
Auch hierzulande kapitulierten einige Gesellschaften, die ohnehin dünne Produktpalette schrumpfte weiter zusammen. Mittlerweile stehen Anlegern nur noch acht Dachfonds nach deutschem Recht zur Auswahl. So schloss die DWS ihren Dach-Hedge-Fonds, und Union Investment gab sogar beide hauseigenen Dach-Hedge-Fonds auf und verabschiedete sich damit komplett aus dem Markt. Der Grund war eindeutig mangelndes Anlegerinteresse.
Zuvor hatten sich mit Allianz Global Investors, Cominvest und Pioneer bereits andere Anbieter vom Hedge-Fonds-Markt zurückgezogen. Das Angebot an Zielfonds, die den strengen deutschen Richtlinien entsprechen, sei viel zu gering, nannten die Investmentgesellschaften die rigiden deutschen Transparenzanforderungen als Hauptproblem.