Urteil des ComputersVon Zitzewitz sieht seine Trendfolgefonds mit dieser Strategie sowohl für Aufwärts- als auch für Abwärtsphasen an den Börsen gerüstet. "Während eines Aufwärtstrends ist man zu großen Teilen investiert", sagt er. Weil im Portfolio aber stets ein gewisser Risikopuffer enthalten sei, schlagen die Fonds bei steigenden Kursen niemals ihren Vergleichsindex. Doch dieser Nachteil zahlt sich in der Krise aus. "In solchen Zeiten können wir den größten Teil der Verluste vermeiden", verspricht der Portfoliomanager.
Auf das Urteil eines Computers verlässt sich auch der Anbieter HWB Capital Management. "Der Algorithmus unseres Modells erkennt, wenn ein Index zum Beispiel aus einem Seitwärtsmuster nach oben oder unten ausbricht", sagt HWB-Kundenbetreuer Carsten Salzig. "Deswegen bezeichnen wir das Modell auch als Breakout-Modell."
Ähnlich wie andere Anbieter versucht auch HWB, das Risiko zu steuern. Die Manager sichern dabei allerdings nicht die einzelnen Positionen im Portfolio ab, also das sogenannte Alpha, sondern minimieren das Marktrisiko, von dem Experten als Beta sprechen. HWB weiß aus langjähriger Erfahrung, dass auch der Computer einmal danebenliegen kann. "Selbstverständlich kommt es auch in unserem Modell zu Fehlsignalen", sagt Salzig. Im Durchschnitt liege die Fehlerquote bei 20 Prozent. Deshalb setzen die Portfoliomanager Stopmarken: Überschreitet eine Position im Portfolio diese Marke, schreiten die Manager sofort ein.