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31.10.2008, 11:00
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Investmentfonds:
Yale als Anlagevorbild
Amerikanische Universitäten investieren stark in Immobilien sowie alternative Investments. Einige Fonds tun dies auch in Deutschland - mit unterschiedlichem Erfolg.
von Andreas Preissner
Einige Investmentgesellschaften fanden berühmte Vorbilder für vergleichsweise krisensichere Anlagen: die Stiftungsfonds der amerikanischen Universitäten. So schaffte es Yale auch in schlechten Börsenzeiten, noch in den schwarzen Zahlen zu bleiben, im Fiskaljahr 2006/2007 waren es sogar 28 Prozent Rendite.
Davon war zum 30. Juni dieses Jahres nicht mehr die Rede. Es blieben noch 4,5 Prozent übrig, verglichen mit einem Rückgang beim amerikanischen Aktienindex S&P 500 im gleichen Zeitraum um 13 Prozent aber immer noch ein sensationell gutes Ergebnis. Harvard schaffte es sogar im vergangenen Fiskaljahr, Yale zu überrunden, und zwar mit traumhaften 8,6 Prozent.
"Multi Asset"Was die Multi-Asset-Konzepte von der klassischen Vermögensverwaltung unterscheidet, ist die Verteilung auf unterschiedlichste Anlageklassen. Neben Aktien und Renten werden auch sogenannte Real Assets, also Immobilien, Wald oder Rohstoffe berücksichtigt, nicht zuletzt Private Equity und Hedge-Fonds.
Dabei überrascht zunächst, dass die klassischen Anlageformen nur spärlich im Yale-Depot vertreten sind: Anleihen 2007 nur zu 4 Prozent, Aktien zu 25 Prozent. Die "realen Werte" waren mit 27 Prozent vor den Hedge-Fonds mit 23 Prozent am stärksten vertreten. Die verringerte Abhängigkeit von der Börsenentwicklung bewährt sich nun: Sie konnte die drastischen Verluste am Aktienmarkt mehr als ausgleichen.
Anleger finden unter dem Stichwort "Multi Asset" eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte mit unterschiedlichsten Ergebnissen. In der Regel konnten sie immerhin Verluste abfedern. Der Anteil der Real Assets spielte dabei eine wesentliche Rolle. Gerade hier können Privatanleger oft nur schlecht investieren. Insofern könnte ein spezialisierter Fonds eine Ergänzung eines "herkömmlichen" Depots darstellen.
Angst vor EmittentenrisikenEric Wiese, Geschäftsführer der Hamburger Vermögen, lehnt sich mit seinem Global Endowment Portfolio der von David Swensen bei Yale entwickelten Strategie an: "Grundsätzlich orientieren wir uns an der Allokation bei Yale, haben aber zurzeit den Aktienanteil auf null heruntergefahren."
Die Angst vor Emittentenrisiken prägt die Investmententscheidungen: "Verlustvermeidung hat oberste Priorität. Wir investieren auch nur in Fonds, die als Sondervermögen geschützt sind, und haben die Barposition in eine Bundesanleihe umgeschichtet."
Auch der Pegasos Balanced Multi Asset Fund orientiert sich an der breiten Allokation der Stiftungen. "Eine volle Flexibilität der Anlageklassen ist aber nicht vorgesehen. Rund ein Drittel des Vermögens ist in Aktien angelegt, ein weiteres Drittel in Anleihen und rund ein Viertel in Hedge-Fonds. Der Fonds soll immer das Multi-Asset-Konzept spiegeln", erklärt Fondsmanager Christian Fendt von Pegasos Capital.
Teil 2: Probleme bei Rohstoffen
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FTD.de, 31.10.2008
© 2008 Financial Times Deutschland,
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