Probleme mit der Liquidität"Der Grund liegt darin, dass sich in diesem Marktsegment überwiegend Hedge-Fonds und Banken, die für ihren Eigenhandel dort tätig sind, tummeln. Doch hatten diese mit starken Liquiditätsengpässen zu kämpfen", sagt Storch. Einige Hedge-Fonds, die ihre Investments über einen hohen Anteil an Fremdkapital finanziert hatten, mussten verkaufen, was zu verkaufen war.
Das historisch niedrige Bewertungsniveau bietet nach Ansicht von Experten nun Chancen. "Zwar sind die Renditen zum Teil wieder gesunken, die Kurse haben sich leicht erholt und die Indizes sind um fünf bis sieben Prozent gestiegen, dennoch bietet der Markt noch immer interessante Anlagechancen", sagt Storch. Diese zu finden ist aber nicht leicht. Zudem haben Privatanleger das Problem, bei kleinen Stückzahlen nicht immer faire Preise gestellt zu bekommen. Fonds, die in Wandelanleihen investieren, bieten deshalb eine gute Alternative.
Wie der MAT Euro Plus, der mit einem Minus von rund fünf Prozent auf Sicht von einem Jahr zu den besten dieser Kategorie zählt. "Wir haben frühzeitig das sogenannte Delta, die Aktienelastizität unseres Portfolios, gesenkt", sagt Fondsmanager Thomas Kemmsies. Das heißt, das Portfolio hat auf den Einbruch am Aktienmarkt weniger stark reagiert.
"Zudem haben wir auf eine hohe Bonität der Papiere im Fonds geachtet und uns stärker bei Werten aus defensiven Branchen positioniert", sagt der Experte. Auch er hält Wandelanleihen, obwohl sich die Lage inzwischen normalisiert hat, noch für attraktiv. "Die Bewertung vieler Corporate Bonds ist nach wie vor günstig."