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28.07.2008, 09:28
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Gute Aussichten für Biotechwerte
Viele Anleger hatten die Branche bereits abgeschrieben. Doch den totgesagten Unternehmen geht es wieder prächtig. Als Signal für die Branche gilt die Investition von Roche in Höhe von 44 Mrd. $ in eine komplette Übernahme.
von Martin Diekmann
Kaum bemerkt von vielen Anlegern entwickelt sich Biotech bereits seit Monaten entgegengesetzt zum Gros der Aktienmärkte. Wo Anleger mit Banken, Telekomtiteln oder Autowerten rund um den Globus Verluste einfuhren, legten Biotechaktien mit zweistelligen Prozentzahlen zu. Selbst auf Jahressicht notieren einige Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Biotechnologie noch im Plus, ebenso wie auf Sicht von drei Jahren.
Die Abkopplung der Biotechaktien hat mehrere Gründe. "Zum einen ist die Branche defensiv, ihre Entwicklung hängt also nicht so stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab wie etwa bei Konsumgütern", sagt Nicole Papassavvas, Managerin des Allianz-Dit Biotechnologie-Fonds. "Außerdem sind die Titel im Vergleich zu Ländern oder anderen Branchen, die in den vergangenen Jahren boomten, einfach zurückgeblieben und haben deshalb Nachholpotenzial."
Ausgewählte Biotech-Aktienfonds
"Junde Wilde" bei Zivilisationskrankheiten im VorteilDazu kommt, dass die Aussichten für Biotechnologie-Unternehmen nicht nur kurz-, sondern auch langfristig gut sind: Die demografische Entwicklung in den wohlhabenden Ländern begünstigt grundsätzlich die Nachfrage nach Medikamenten für Zivilisationskrankheiten. Gegenüber den alteingesessenen und oftmals behäbigen Pharmariesen sind die "jungen Wilden" im Vorteil. Denn aufgrund ihrer langen Historie werden Pharmafirmen immer wieder mit dem Ende von Patentschutz konfrontiert, da die Rechte für ein Medikament in der Regel nach spätestens 20 Jahren auslaufen. Den Unternehmen bricht dadurch in schöner Regelmäßigkeit ein Teil ihrer Geschäftsgrundlage weg.
Kursinformationen und Charts
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ROCHE
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158,8 CHF |
[0.3] |
+0,19% |
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% |
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Biotechfirmen sind dagegen tendenziell weiter vorn in der Produktinnovationskette. "Bei den noch jungen Biotechfirmen liegen diese Probleme noch in weiter Zukunft", sagt Noushin Irani, Managerin des DWS-Biotech-Fonds. "Darin liegt der Grund, warum Big Pharma immer öfter Biotechgesellschaften übernimmt." Der Genentech-Versuch dürfte dabei nicht der letzte sein. Das treibt die Kurse potenzieller Übernahmekandidaten zusätzlich.
Teil 2: Grund zum Optimismus
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Aus der FTD vom 28.07.2008
© 2008 Financial Times Deutschland,
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