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16.06.2010, 18:43
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Preiskampf erfreut Index-Ratensparer
Direktbanken unterbieten sich mit Konditionen für Sparpläne auf Indexfonds. Sogar für Kleinstbeträge werden Niedrigtarife angeboten.
von Bernd Mikosch
Der Preiskampf der Direktbanken macht Indexfonds-Sparpläne für Privatanleger immer attraktiver. Seit dieser Woche verlangt die ING-Diba für drei börsengehandelte Indexfonds (Exchange-Traded Funds, ETFs) je Sparplanausführung nur 1,75 Prozent Gebühren. Mit diesem Preismodell wird Deutschlands größte Direktbank bei niedrigen Sparraten zum günstigsten Anbieter. Die
DAB Bank kontert mit einem zwölfmonatigen Gebührenverzicht für Sparpläne auf ausgewählte ETFs.
Billig bis teuer
Immer mehr Anleger investieren mit festen monatlichen Beträgen in Indexfonds. Beispielhaft zeigt sich das an den DAB-Kunden. Anfang 2006 notierten nur 3,3 Prozent aller Sparpläne bei der Direktbank auf Indexfonds, Anfang dieses Jahres waren es schon 16,1 Prozent. "In den vergangenen Jahren entwickelten sich ETFs zu den Gewinnern bei Sparplänen", sagt Kathrin Möckel, Produktmanagerin für Sparpläne bei der DAB Bank.
ETFs bilden einen Index nach und sind daher meist sehr günstig. So kommt der Dax-ETF von Comstage mit 0,12 Prozent Verwaltungsvergütung im Jahr aus, aktiv verwaltete Fonds kosten meist mehr als das Zehnfache. Langfristig gelingt es ohnehin den wenigsten Managern, den Vergleichsindex zu schlagen. Darum liegt es nahe, für den Vermögensaufbau gleich zu ETFs zu greifen. Bislang allerdings machten die hohen Gebühren der Sparpläne die Vorteile eines einzelnen Indexfonds zunichte - besonders bei kleinen Monatsraten.
Ein Beispiel: Wer über
Comdirect 25 Euro im Monat in einen ETF spart, zahlt pro Transaktion 2,60 Euro - das sind üppige 10,4 Prozent. Die Investition ist damit deutlich teurer als jede normale Fondsorder, für die am Bankschalter in der Regel fünf Prozent Ausgabeaufschlag anfallen. Bei Direktbanken sind viele aktiv gemanagte Fonds obendrein mit deutlich reduziertem Agio zu bekommen, manche zeitweise sogar ohne Ausgabeaufschlag.
Bei Comdirect, Maxblue und DAB Bank, die für ETF-Sparpläne je Order 2,50 Euro und eine volumenabhängige Gebühr verlangen, lohnt es sich, eher einmal im Quartal eine größere Summe zu sparen als jeden Monat einen kleinen Betrag. Günstigster Anbieter für kleinere Sparraten war bislang Cortal Consors mit 2,0 Prozent je Order. Jetzt ist die ING-Diba mit 1,75 Prozent vorbeigezogen. Ab Raten von 167 Euro ist die DAB Bank am günstigsten.
Zum Start des Angebots lockt die ING-Diba mit einem Gebührenverzicht bis Ende 2010. Fast zeitgleich kündigte die DAB Bank an, Sparpläne mit Comstage-ETFs, die bis Ende Juni abgeschlossen werden, sogar zwölf Monate lang kostenlos laufen zu lassen.
Teil 2: Masse ist nicht immer gut
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Aus der FTD vom 17.06.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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