FTD.de » Finanzen » Aktien + Märkte » Nur 984 Stunden

Merken   Drucken   03.12.2008, 10:00 Schriftgröße: AAA

Abgeltungsteuer: Nur 984 Stunden

Mit Aktienfonds, die in Europa und weltweit anlegen, lässt sich das Risiko gut streuen. Anleger müssen aber noch in diesem Jahr aktiv werden, wenn sie die Abgeltungsteuer auf Kursgewinne umgehen wollen von Wolf Brandes
Für Anleger, die ihr Depot selbst strukturieren möchten und weniger Wert auf Bequemlichkeit legen, sind Aktienfonds als klassisches Basisinvestment weiter sinnvoll. Und es wäre angesichts der Finanzkrise oder von Kurseinbrüchen an den Börsen falsch, auf Aktienfonds ganz zu verzichten. Zu einem gut gemischten Portfolio gehören Substanzwerte immer dazu - und auf lange Sicht dürften auch die Kursgewinne wiederkommen.
Angesichts der Abgeltungsteuer empfiehlt es sich, kursgewinnorientierte Investmentfonds noch vor dem Jahresende zu kaufen. Nur dann bleiben die Kursgewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Gut sind und bleiben europäische und globale Aktienfonds: Mit ihnen lässt sich das Risiko am besten streuen.
Die Top-Fondsanbieter leisten dabei mehr als ETFs, die nur einen Index nachbilden. Angesichts der Abgeltungsteuer empfehlen sich aktiv gemanagte Fonds mit einer beständigen Outperformance gegenüber dem Markt, einem größeren Volumen und einer starken Gesellschaft.
Unterschiede der Manager
Anders als ein Index kann ein guter Fondsmanager Trends identifizieren und diese in seinem Portfolio umsetzen. "Ein globaler Aktienfonds bildet wirtschaftliche Entwicklungen weltweit ab und eignet sich damit als langfristiges Core-Investment", sagt Klaus Kaldemorgen, der als DWS-Chef den DWS Vermögensbildungsfonds I und den DWS Akkumula betreut. Schon frühzeitig setzte er beispielsweise auf die Bric-Staaten.
Auf dem Weg zu Kursgewinnen unterscheiden sich die Portfoliomanager: Erfolgreich sind beispielsweise die Produkte des Vermögensverwalters DJE Kapital von Jens Ehrhardt, der mit dem FFM Fonds vor mehr als 20 Jahren seinen ersten Aktienfonds auf den Markt brachte. An einen Index hält sich Ehrhardt dabei nicht. "Ein Fondsmanager sollte bei der Auswahl der Aktien möglichst viel Freiheit haben", sagt er.
Andere Manager investieren ausschließlich in Europa. Damit lassen sich Währungsrisiken weitgehend ausblenden, die Fonds sind von Dollarschwankungen unabhängig. Eine gute Bilanz kann der Fidelity European Growth vorlegen, auch wenn der Fonds im laufenden Jahr mehr als 40 Prozent verloren hat. Langfristig sind die niedrigen Kurse für einen Anleger aber gute Einstiegskurse.
Auswahlkriterien eines langfristigen Investments
Fidelity-Manager Alexander Scurlock beschränkt sich bei seinem Fonds dabei nicht auf die Unternehmensanalyse: "Meinen Investmentansatz beschreibe ich gerne als eine Art Puzzle, bei dem ich mir aus vielen Einzeldaten eines Unternehmens wie Zulieferern, Wettbewerbern, Kunden und Substitutionsprodukten ein Gesamtbild zusammensetze."
Bei der Auswahl eines Aktienfonds als langfristiges Investment müssen Anleger immer auf eine gute Performance relativ zum Index, positive Ratings, ein niedriges Risiko und ein Mindestvolumen achten. Zudem sollte man auch bei Aktienfonds nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mehrere wählen. Schließlich geht es angesichts der Abgeltungsteuer um langfristige Anlagen.
In der Diskussion um die neue Besteuerung entsteht manchmal der Eindruck, Aktienfonds wären bislang ganz steuerfrei. Dem ist aber nicht so. Versteuert werden schon heute die ordentlichen Erträge, also insbesondere Dividendeneinnahmen des Fonds. Und hält der Fondsmanager Kasse, so fließen dem Fonds Zinsen zu, die ebenfalls steuerpflichtig sind.

Teil 2: Wichtige Frage in Zukunft

  • FTD.de, 03.12.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen Finanzen

Wenn die Deutsche Bank durch einen Stresstest fällt, erfahren Sie es zuerst in unserem Finanznewsletter.

Beispiel   |   Datenschutz
markets - Das Finanzinformationsportal
  DAX 6315,89  [30.14 +0,48%
  Euro Stoxx 50 2156,52  [22.47 +1,05%
  Dow Jones 12529,75  [33.6 +0,27%
  Nasdaq Composite 2839,38  [-10.74 -0,38%
  Euro 1,2531 USD  [-0.0026 -0,21%
  Brent-Öl 106,56 USD  [0.25 +0,24%
Tweets von FTD.de Finanz-News

Weitere Tweets von FTD.de

Immobilien-Kompass
Partnerangebot Immobilien suchen in ...
  • Kursverluste, Ärger mit Behörden und der Nasdaq: Das Börsenparkett ist zu glatt für Facebook. Die Internetstars aus Kalifornien sehen am Aktienmarkt aus wie Anfänger. Damit es Ihnen nicht so geht: Testen Sie Ihr Börsenwissen.

    Bei einem Verlust von 30 Prozent - wie stark müsste der Aktienkurs steigen, damit Sie wieder beim Anfangsniveau angelangt sind?

    Börsen-Quiz: Machen Sie es besser als Facebook

    Alle Tests

  14.03. Quiz Kennen Sie sich aus im DAX?

Wer seit Jahresbeginn auf Aktien setzt, kann sich bislang über einen satten Gewinn freuen. Mischen Sie mit bei der Rally - im Quiz von FTD.de. Testen Sie ihr DAX-Wissen.

Seit wann gibt es den DAX?

Quiz: Kennen Sie sich aus im DAX?

Alle Tests

 



AKTIEN + MÄRKTE

mehr Aktien + Märkte

DERIVATE

mehr Derivate

INVESTMENTFONDS

mehr Investmentfonds

IMMOBILIEN

mehr Immobilien

ALTERNATIVE ANLAGEN

mehr Alternative Anlagen

FINANZCHECK

mehr Finanzcheck

FTD-SPEZIAL: FINANZKOMMUNIKATION

mehr FTD-Spezial: Finanzkommunikation

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote