Der Kapitalismus ...
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Antwort 1:
ist gut, wie er ist
16%
Antwort 2:
muss erneuert werden
47%
Antwort 3:
war noch nie gut
18%
Antwort 4:
wird sowieso untergehen
18%
7397 Stimmen
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Gierige Banker, überbezahlte Manager, blutleeres Wachstum, Arbeitslosigkeit auf hartnäckig hohem Niveau - das sind nur ein paar der Themen, die die Menschen auf die Straße getrieben haben. Die Bürger in den Industrieländern sind unzufrieden mit dem Kapitalismus. Das System, so der weitverbreitete Eindruck, liefert nicht mehr.
Weniger als die Hälfte der Briten und Amerikaner, die die PR-Firma Edelman 2011 für ihr "Trust Barometer" befragte, glauben, dass die Wirtschaft das Richtige tut. Damit schneiden die USA und Großbritannien nur marginal besser ab als Russland. Wir sprechen deshalb von einer Legitimitätskrise. Die "Betriebslizenz" der Wirtschaft erodiert.
Das Vertrauen in den Kapitalismus hat abgenommen - dabei ist es die Grundvoraussetzung für den Erfolg jedes Geschäfts. Es gibt einen guten Grund für den Vertrauensverlust: die wachsende Ungleichheit.
Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergab kürzlich, dass die reichsten Amerikaner in den vergangenen drei Jahrzehnten den Großteil der Einkommenssteigerungen eingeheimst haben. Ähnliches gilt in Großbritannien. In beiden Ländern haben Firmen- und Finanzmanager die Beute zu weiten Teilen unter sich aufgeteilt.